Ethical Fashion Week in Berlin 2018

Mein Erlebnis auf der Ethical Fashion Messe in Berlin. Einmal Kraftwerk Berlin und zurück. Viele Erkenntnisse und schöne Momente.

Es ist wieder soweit, es ist Fashion Week in Berlin. Zwei Mal im Jahr (Januar und Juli) haben wir die Ehre die Größten der Großen Designer in Berlin Willkommen zu heißen. Dabei wird nicht nur auf den Laufsteg geladen, sondern auch zu zahlreichen Showrooms und Parties.

Nachhaltigkeit in der Fashion Industrie

Auch das Thema Nachhaltigkeit ist schon seit einiger Zeit nicht mehr aus der Fashion Industrie wegzudenken. So haben sich mittlerweile viele neue Marken rund um die Modeindustrie gebildet und etabliert. Auch die großen Namen tauchen immer wieder mit neuen, nachhaltigen Modestücken auf.

Gerade die Fashion Week ist also eine große Bühne für allerlei Mode und vor allem aber um den Fashion Victims auch zu zeigen, dass Mode auch in GRÜN geht und das ziemlich gut, wie ich finde.

Alt trifft Neu besucht die Ethical Fashion Show

Ich habe die Ehtical Fashion Messe im Kraftwerk Berlin besucht und war mächtig beeindruckt von der Vielfalt der Produkte. Klar es gab eine Menge Kleidung, aber auch andere Dinge wie Taschen oder Schmuck (was ja im Prinzip auch Kleidung ist).

Aus aller Herren Länder waren die Aussteller vor Ort und noch vielfältiger waren die Textilien, denn auch hier gibt es einen mächtigen Schritt nach vorne. Nicht nur Kleider aus natürlichen Materialien wie Bio-Baumwolle, sondern auch recycelte oder biobasierte Materialien (z.B. biobasiertes Polyamid), aber auch Fasern aus Ananas.

Vorträge auf der Ethical Fashion Messe

Es gab einige sehr interessante Vorträge und einer war besonders toll, nämlich der von Vaude. Man kennt ja Vaude vor allem daher, weil diese Marke Outdoor Kleidung und Ausrüstung herstellt. Schon länger bekannt ist auch, dass diese Firma einen recht nachhaltigen Weg eingeschlagen hat. Mit ihrer neuen Linie Green Shape bieten sie funktionelle, umweltfreundliche Produkte aus nachhaltigen Materialen an.

Klingt erstmal banal, aber dahinter steckt etwas mehr, denn durch Kooperationen mit anderen Firmen konnten u.a. super nachhaltige Textilien entwickelt werden oder sie fanden so ein tolles Unternehmen wie QMilk, welches aus Milch (natürlich nur von den nicht verzerrbaren Resten der Milch bei der Produktion; auch NON FOOD MILK genannt) Fasern herstellt. So wie die Gründerin erzählte, absolut Zero Waste, antibakteriell, innerhalb von 6 Wochen kompostierbar und verursacht bei der Herstellung kaum CO2.

Nun, man sagt vor allem größeren Unternehmen oft und gerne hinterher, dass sie Greenwashing betreiben und sind wir ehrlich, einige tun das auch. Ich versuche gerade zu akzeptieren, dass Unternehmen, auch wenn sie nicht immer auf die Folgen ihrer Taten geschaut haben, einen anderen Weg einschlagen können, einen guten Weg. Dazu zählen für mich aber absolut nicht die Fast Fashion Industrie, denn diese ist einfach für das Übel anderer ausgelegt! Im Übrigen auch Nestlé, Coca Cola und wie sie nicht alle heißen, können gar nicht so viel ändern, dass sie gute Absichten hätten. Aber das mal nur am Rande.

Kein Fashion Victim, aber Sinn für schöne Materialien

Auch wenn ich kein Fashion Victim 😉 (engl. für Modeopfer) bin, habe ich aber einen Sinn für das Schöne. Ich finde es grandios was es alles gibt und wie einfach es eigentlich ist Fashion oder auch anderen Dingen neuen Wind in die Segel zu geben. Es ist spürbar, dass Nachhaltigkeit in Zukunft keine Nische mehr bedienen wird, sondern das Zeug dazu hat ganz groß raus zu kommen.

Eine Ausstellerin ist mir hinsichtlich ihrer Materialien besonders aufgefallen. Die Designerin mit dem Label hu:ner sagte mir, sie sei aus Istanbul und ihre Taschen stellt sie aus alten Segeln her. Upcycling pur. Ich liebe genau solche Sachen.

Sie ist jedenfalls eine richtig gute Kandidatin für meine kleine Interviewreihe. Großartig was sie da geschaffen hat 🙂

Konsum ist Macht

Wie bereits in meinem Bericht KONSUM IST MACHT! DEINE MACHT ZU VERÄNDERN! liegt die Veränderung an uns. Es liegt in unserer Verantwortung, jedes Mal wenn wir etwas kaufen. Daher hinterfrage einfach deinen Konsum!

  1. Frage dich, brauch ich das wirklich, bevor du es kaufst.
  2. kaufe nur nachhaltig produzierte Ware.
  3. kaufe Second Hand.
  4. Leihe dir Dinge aus.
  5. Tausche.

Weniger ist meist viel mehr

Stefanie*

 

 

 

 

Stefanie Verfasst von:

Hi, ich bin Stefanie und blogge auf Alt trifft Neu über Upcycling und Green Lifestyle, dem nachhaltigen Lebensstil. Ich freue mich, dich auf meine Reise mitzunehmen.

2 Comments

  1. Aliena
    Januar 30
    Reply

    Das ist ja toll, ich wäre auch sehr gerne auf der Ethical Fashion Show und dieser Messe gewesen.

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