Green Attitude – Asien macht Umweltschutz

Der Ein oder Andere wird es mitbekommen haben, ich war ein wenig in Asien unterwegs. Nicht ganz eigennützig, sondern wegen einer Hochzeitsfeier, die auf einer Insel (Koh Lipe) in Thailand ausgerichtet wurde. So wurden wir für eine Woche eingeladen mit Freunden und Freundes-Freunden eine kleine Auszeit zu genießen. Das Brautpaar hat sich keine Mühen gescheut und uns das Paradies auf Erden beschert. Wirklich, es war toll. Es kam eine tolle Truppe an Menschen zusammen. Es wurde geplaudert, getrunken, sich angefreundet und eben gefeiert. Eine Woche lang…. Aber es gab auch viele Umweltaspekte, die mich mitgerissen haben, und davon möchte ich dir heute erzählen.

Green Islands

Quelle: Svante Berg Photography (www.svanteberg.photography)

Was mich neben den vielen tollen Menschen wahnsinnig beeindruckt hat war, dass es auf dieser Insel mit viel Respekt gegenüber der Natur zugeht. Einige Punkte die mich mich positiv, aber auch negativ gestimmt haben. Man sollte ja das Gute und das Schlechte immer ein wenig abwägen 🙂

 

+ WIEDERBEFÜLLEN

Unser Resort hat uns bei Ankunft gleich eine wiederbefüllbare Flasche (Trash Hero) zur Verfügung gestellt. Es gab überall auf der Insel Spots zum Nachfüllen. Ich hatte zwar meine eigene Flasche dabei, aber das andere auch darüber nachdenken und es so umsetzen empfand ich als richtig gut.

+ RECYCLING

Was noch toll war, dass es scheinbar ein Recycling-System gibt. Wie auch bei uns wird Papier, Verpackungen, Glas und Restmüll getrennt. Wohin das dann nach dem Trennen geht, kann ich nicht sagen. Wir hoffen mal, dass es auch wirklich recycelt wird.

+ TRASH DEKO

An einer Strandbar auf der Insel wurde der gestrandete Müll einfach zu einem Mobile aufgehängt. Das hatte irgendwie etwas ganz besonderes und sah wirklich gut aus.

+ MÜLL

Leider wurde am Strand täglich ganz schön viel Müll angeschwemmt. Nicht dass der Strand müllig war, aber man merkte es sichtlich. Ich habe also immer, wenn mein Weg ein Stück Plastikmüll kreuzte diesen aufgesammelt und so weit weggetragen, sodass die Flut ihn nicht wieder ins Meer zurück holte. Leider gab es am Strand keine Mülleimer.

+ ACHTSAMKEIT

Ich muss definitiv noch achtsamer werden. Ich muss mich noch besser vorbereiten, wenn ich in den Urlaub fahre. Es gibt einige Dinge, die ich mir auf meine nächste Packliste schreiben möchte.

  • Strohhalme

Die erhält man einfach in jedem Getränk, manchmal sogar gleich zwei davon. Ich vergesse immer noch, Bescheid zu geben, bei der Bestellung, selbst hier in Deutschland. Die Lösung für mich wäre, meinen Edelstahl-Strohhalm zumindest für die nächste Reise im Gepäck zu haben und hier in Deutschland, wie auch woanders, schon mit der Bestellung eines Drinks, den Strohhalm abzubestellen.

  • kleine Schale

Auf der Anreise zur Insel, haben wir einen Zwischenstopp in Hat Yai eingelegt und haben dort zufällig den Street Food Markt entdeckt. Man war das alles lecker und obwohl ich kein Fleisch esse, gab es tausend Dinge, die ich probieren konnte. Der Nachteil war, dass wir alles fast immer in einer kleinen Plastiktüte erhalten haben. Diese kleine Tüte wollten die Verkäufer gleich noch in eine weitere Tüte packen. Zumindest die Tüte-Tüte konnte ich abweisen. Die Lösung wäre hier wohl nur, ein kleines Schälchen dabei zu haben, um die Leckereien dort zu sammeln und ohne jegliches Plastik zu genießen.

  • Besteck

Sollte auch unbedingt ein stetiger Wegbegleiter werden. Für Asien eben auch eigene Stäbchen. Das viele Naschen hier und da und überall gibt es nur Einwegprodukte. Nicht in den Restaurants, aber wenn man Street Food ist immer.

+ GLAS

Zu meiner Freude gab es Wasser auch aus Glasflaschen zu kaufen. Gerade in der Großstadt Bangkok gab es keine Möglichkeit, meine Edelstahlflasche zu befüllen. Im bekannten ‚Sieben-Elf‘ gibt es aber Soda-Wasser in Glasflaschen zu kaufen. Auch auf der Insel hatte ich die Wässerchen schon entdeckt. Nicht schlecht, auch wenn ich immer noch nicht weiß, wie das Recycling-System dort wirklich funktioniert.

Mein Fazit

Im großen Ganzen war ich recht zufrieden, aber ich muss mich eben noch ein wenig achtsamer werden. Dass selbst in Asien, Umweltschutz angekommen ist, hat mich nicht nur überrascht, sondern auch mehr als beeindruckt. Das motiviert! Wir können es schaffen!!!

Daneben ist Fliegen sicherlich mit unter das Schädlichste an der ganzen Reise gewesen. Damit darf ich mich nicht rühmen! Noch bin ich keine digitale Nomade und kann die Welt per Land- oder direktem Wasserweg mal eben und schnell erforschen, aber was noch nicht ist, kann sicherlich noch werden. Ich denke tatsächlich auch darüber nach in den nächsten Jahren noch mal ein Sabbatical einzulegen, diesmal mit meinem Freund 🙂 Vielleicht dann auch nur durch Europa mit einem Bus. Ach ja, es war viel zu kurz, aber so schön! Was sich insgesamt an meinem Reiseverhalten langsam aber sicher ändert ist, dass ich über Alternativen nachdenke und diese auch meist durchsetze. Fliegen ist sicher einfach, aber man sollte auch darüber nachdenken, was das bedeutet.

Shia von WastelandRebel hat dazu einen ganz tollen Beitrag geschrieben. Sie ist vor ca. 2 Monaten für vorerst ein Jahr nach Kanada ausgewandert. Sie ist ein absolutes Vorbild, was Nachhaltiges und Müllfreies Leben betrifft. 🙂 Selbst das Fliegen hat sie zuvor in jedem Detail bedacht und ausgewertet.

Im Übrigen kann man bei Atmosfair auch seinen Flug kompensieren, d.h. dort kann man seine Flugdaten (Abflug- und Zielort) eingeben und der CO2-Fußabdruck den man mit diesem Flug hinterlassen hat oder wird, kann berechnet werden. Danach wird ein geldwerter Betrag errechnet, den man an ein Klimaschutzprojekt spenden kann. Sicherlich ist das am Ende nicht die Lösung des Problems, aber vielleicht trägt es dazu bei, sich besser vorstellen zu können, was wir mit unseren Verhalten eigentlich anstellen.

Will man es ganz richtig machen, darf man nicht mehr fliegen, ganz klar! Aber vielleicht ist es ein Anfang, bevor man gar nichts tut…

In diesem Sinne, lasst uns mehr Achtsamkeit üben <3

Liebst, Sternchen

 

 

 

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Sternchen Verfasst von:

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12 Comments

  1. Mai 29
    Reply

    Die Idee mit der auffüllbaren Flasche finde ich toll. Auf die Idee, einen eigenen, spülbaren Strohhalm mitzunehmen, bin ich noch gar nicht gekommen. Ich denke meistens zum Glück dran und sage, dass ich keinen möchte.
    LG Melli

    • Sternchen
      Mai 30
      Reply

      Ich bin da leider immer noch nicht aufmerksam genug, aber ich bin guter Dinge ?

  2. Mai 15
    Reply

    Hi was für ein zufall ich war letzte Woche in Asien unbtwergs und bei mir kommt am Mittwoch auf dem Blog ein ähnlicher Artikel raus allerdings war ich in Honkong und dort ist man leider überhaupt nicht umweltfreundlich. Zumindestens was die Lebensmittel angeht. So unterschiedlich kann es manchmal sein, Sehr schöne Bilder und eine super intressanten Beitrag hast du geschrieben. Was für schöne Ideen, alles was zum nachdenken bewegt ist schonmal das richtige. Lg Alex von http://margreblue.de/

    • Sternchen
      Mai 15
      Reply

      Sind wir mal ehrlich, in Thailand und Malaysia war auch nicht alles Bombe. Plastik über Plastik, aber ich versuche auch immer die positiven Dinge zu erkennen und da tut sich an der ein oder anderen Stelle dann doch etwas. Bin gespannt auf deinen Beitrag. Merke ich mir und schau am Mittwoch gerne mal vorbei.

  3. Mai 13
    Reply

    Sehr interessanter Post, ich finde es immer wieder erschreckend wieviel Plastik immer verwendet wird. Ich versuche so wenig wie möglich Plastikmüll zu machen.

    Lg Jasmin

    • Sternchen
      Mai 13
      Reply

      Ich auch! Schön, dass du mit machst weniger Plastikmüll zu verursachen. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ?

  4. Das ist ja mal was Tolles zur Hochzeit nach Thailand eingeladen zu werden., ein sehr interessanter Artikel,.Man macht sich viel zu wenig Gedanken über die Umwelt im eigenen Land und schon gar nicht über ander Länder. Ich finde das sehr schade und finde gut, dass du mit deinem Artikel darauf hinweist.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    • Sternchen
      Mai 13
      Reply

      Ja total toll, fanden wir auch…
      Ich versuche nach einer Reise immer noch einmal zu reflektieren, damit ich beim nächsten mal gezielter handeln kann. Wenn man sich erstmal bewusst ist, was man tut, kann man auch mit der Veränderung des eigenen Handelns beginnen. Stück für Stück. In anderen Ländern ist es immer eine kleine Herausforderung. Du weißt nie, was dich erwartet….

  5. Mai 13
    Reply

    Hallo, ein interessanter Post, die kleinen Dinge auf die man achtet, kann viel bewegen. Versuche auch immer mehr auf Plastik zu verzichten, gerade was Getränke angeht, kann man da gut auf Glas ausweichen.
    Liebe Grüße
    Bo

    • Sternchen
      Mai 13
      Reply

      Super ? Absolut richtig, wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet, können wir Großes bewirken…

  6. Mai 13
    Reply

    Das klingt ja nach einer tollen Reise. Super, dass du mit so viel Achtsamkeit durch das Land gereist bist. Ich habe gerade erst angefangen damit, mir über viel weniger Plastik… Gedanken zu machen und hätte auch nicht gedacht, dass es weltweit schon so verbreitet ist. Danke für deine Gedankenanstöße!

    VG Juli

    • Sternchen
      Mai 13
      Reply

      Ich war auch überrascht, aber bin total froh, dass das Problem scheinbar überall angekommen ist. Jetzt liegt es an uns allen, dass wir die Ernsthaftigkeit auch verstehen und unser Leben danach anpassen.

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