Interview | Lebensmittelrettung – Too Good To Go

Anzeige - Dieses Interview ist in Kooperation mit Too Good To Go entstanden.

 

Seit einiger Zeit schon habe ich eine App auf meinem Handy installiert um sie zu testen und endlich gab es einen driftigen Grund dies auch zu tun. Ich freu mich deswegen ganz besonders über das Interview, denn mein Interviewpartner ist diesmal TOO GOOD TO GO. Ein Unternehmen, dass mit einer kostenlosen App der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt hat.

Das ist ziemlich großartig, wenn man bedenkt wie viele Tonnen Lebensmittel täglich weggeschmissen werden. Immer mehr solcher Ideen tauchen auf und es macht richtig Spaß zuzusehen, wie die Verantwortung gegenüber Lebensmittel wieder zu wachsen scheint. Nun aber zum Interview mit …

 

Wer ist Too Good To Go? Stellt euch bzw. das Unternehmen kurz vor.

Too Good To Go wurde 2015 von fünf jungen Unternehmern in Dänemark gegründet. Mittlerweile ist die App in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Norwegen, Großbritannien und der Schweiz verfügbar- wir sind also ein stetig wachsendes internationales Start-Up, wo jede*r ganz unterschiedliche Erfahrungen mitbringt, um sich für Lebensmittelrettung einzusetzen. Das deutsche Team wächst seit Anfang 2017 kontinuierlich. Neben dem Büro in Berlin sind unsere Sales-Mitarbeiter*innen in unterschiedlichen Städten in Deutschland unterwegs, um Too Good To Go überall bekannt zu machen. 😊

 

Was macht Too Good To Go? Beschreibt euer Konzept?

Too Good To Go ist die App zur Lebensmittelrettung. Restaurants, Cafés, Hotels oder Lebensmittelgeschäfte können über unsere Plattform ihre überproduzierten Speisen zu einem reduzierten Preis verkaufen, anstatt sie zu entsorgen. Wir vernetzen also gastronomische Betriebe und Kund*innen per App. Die Kund*innen können sich bequem über die App einen Laden in ihrer Nähe aussuchen und kaufen ebenfalls direkt über die App ihre Portion. Anschließend holen sie ihre Portion einfach im angegebenen Zeitfenster im Laden ab. Dabei entsteht eine Win-Win-Win-Situation: Die gastronomischen Betriebe brauchen ihr gutes Essen nicht unnötig entsorgen und gewinnen neue Kunden, die Kunden bekommen leckeres Essen, sparen Geld, können nachhaltig konsumieren und lernen neue Läden kennen, während wertvolle Ressourcen geschont werden!

 

Wie und wann ist die Idee dazu entstanden?

Die Idee entstand 2015 in Kopenhagen. Die fünf Gründer wollten der sinnlosen Verschwendung nicht länger tatenlos zusehen und gründeten Too Good To Go, um der Verschwendung von Lebensmitteln den Kampf anzusagen. Der Schlüsselmoment war der Besuch eines Buffet-Restaurants, bei dem am Abend alle überproduzierten Speisen im Müll landeten.

 

Wie viele Kooperationen (Restaurants etc.), in wie vielen Städten, konntet ihr bisher schließen?

In Deutschland sind mittlerweile 1.400 Betriebe in über 100 verschiedenen Städten dabei. So konnten bereits 130.00 Mahlzeiten in Deutschland gerettet werden.

Insgesamt sind es 6.700 Partnerbetriebe in den sechs Ländern.

 

Was kostet eine Mahlzeit bei Too Good To Go?

Der Preis der Mahlzeiten ist abhängig von der Menge und der Qualität der Ware. Durchschnittlich kostet eine Mahlzeit 3 Euro, die Nutzer*innen können mit einem Ersparnis von min. 50% im Vergleich zum Originalpreis der jeweiligen Mahlzeit rechnen.

 

Welche Philosopie verkörpert Too Good To Go, warum ist euch das Thema Lebensmittelverschwendung so wichtig?

Too Good To Go setzt sich für eine Welt ein, in der produzierte Lebensmittel auch konsumiert werden. Wir wollen Essen somit wieder zu mehr Wertschätzung verhelfen – sowohl durch den Umweltschutz als auch durch die Sensibilisierung der Gesellschaft für dieses wichtige Thema. Essen ist die wichtigste Energiequelle, die Menschen haben – und die sollten wir nicht achtlos wegwerfen. Wir sind davon überzeugt, dass unser Konzept einen großen Beitrag im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung leistet.

 

Was war euer bisher größter Erfolg?

Der größte Erfolg ist das schnelle Wachstum des Unternehmens, was uns darin bestätigt, dass unser Konzept einen großen Beitrag zur Lebensmittelrettung beisteuern kann. So sind wir bereits in sechs Ländern vertreten und können täglich neue Partnerbetriebe begrüßen. Zuletzt haben wir den Meilenstein von 2.000.000 geretteten Mahlzeiten erreicht.

 

Was werden die Herausforderungen in den nächsten Monaten oder Jahren sein?

Die Gesellschaft weiter für einen schonenden Umgang mit den vorhandenen Ressourcen und das Thema Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren, wird eine große Herausforderung bleiben. Wir werden weiter daran arbeiten, möglichst viele Personen zu erreichen und in immer mehr Städten Partnerbetriebe zu gewinnen. Auch dazu gilt es, weiterhin zum Umdenken anzuregen und Vorbehalte hinsichtlich der Nutzung unseres Konzepts abzubauen. Eine Herausforderung für das Unternehmen ist es außerdem, dem schnellen Wachstum und der großen Nachfrage gerecht zu werden und gleichzeitig mit den Partnerläden und der Community im regen Austausch zu stehen.

 

Was wünscht sich Too Good To Go für die Zukunft? Wo soll die Reise hingehen?

Wir hoffen, so schnell wie möglich unser Angebot in ganz Deutschland anbieten zu können. Darüber hinaus wünschen wir uns, unsere Mission in noch mehr Länder verbreiten zu können. So wird die App Anfang 2018 als nächstes auch in den Niederlanden starten. Gleichzeitig hoffen wir, dass weitere Akteure, gerade auch die Politik, sich stärker für die Themen Ressourcenschonung und Lebensmittelrettung einsetzen und wir mit starken Partnern unsere Mission immer weiter umsetzen können.

 

Was könnt ihr meinen Leser*innen in Sachen Nachhaltigkeit empfehlen?

Auch kleine Schritte machen einen Unterschied! In unserer heutigen Gesellschaft gibt es in vielen Lebensbereichen Verschwendung und übermäßigen Konsum. Da fällt es manchmal schwer, sich Gewohnheiten für einen nachhaltigen Konsum und Umgang mit Ressourcen anzueignen. Niemand kann die globalen Herausforderungen von heute auf morgen lösen, aber wir alle haben im Alltag die Möglichkeit, kleine Dinge zu ändern, die noch nicht einmal Verzicht oder Einschränkung bedeuten müssen. Starten kann man da natürlich auch mit der Nutzung von Too Good To Go, um Lebensmittel wieder mehr wertzuschätzen 😉

 

Ach ich finde es schön, wenn Unternehmen wie Too Good To Go hervorkommen und Erfolg haben. Das zeigt nicht nur, dass wir in einer Zeit leben in der wir umdenken müssen, sondern auch, dass bereits immer mehr Menschen verstanden haben, dass wir gemeinsam viel erreichen können.

Downloade daher noch heute diese kostenlose App oder mach bei einem anderen Projekt mit, um deinen positiven Beitrag zu leisten, denn die vielen kleine Dinge bewirken etwas ganz Großes!!

 

LASS UNS DIE WELT RETTEN!

 

 

All Photos by Too Good To GO
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Stefanie Verfasst von:

Hi, ich bin Stefanie und blogge auf Alt trifft Neu über Upcycling und Green Lifestyle, dem nachhaltigen Lebensstil. Ich freue mich, dich auf meine Reise mitzunehmen.

8 Comments

  1. November 16
    Reply

    Die Idee dahinternist ja mal wirklich genial! Wusste gar nicht dass es die App gibt aber das ist gerade für jemanden wie mich (ich koche nicht gerne bzw. wir bestellen sehrnoft am Abend essen weil wir gerne doppelt warm essen!) echt praktisch und kann wirksam sein! Gemeinsam gegen diese Lebensmittelverschwendung und natürlich auch ein bisschen gegen unsere krasse Konsumgesellschaft-das nenne ich mal echt innovativ!

    Viele Grüße
    Denise von
    http://www.lovefashionandlife.at

    • November 16
      Reply

      Hallo Denise,
      ganz genau 🙂 Geliefert wird das Essen zwar nicht, aber ich denke ein paar Schritte zu gehen, ist ja auch nicht schlimm. Es ist am Ende eine Win-Win-Situation. Du bekommst warmes Essen für lau, die Restaurants schmeißen weniger bis gar keine Lebensmittel weg und wir setzen gleichzeitig ein Zeichen gegen die Konsum- und Wegwerfgesellschaft! Dann wünsche ich dir ganz viel Spaß mit der App und leckeres Essen 😉
      Liebe Grüße, Stefanie*

  2. November 15
    Reply

    Liebe Stefanie,
    tolles Projekt! Ich wünschte, wir hätten in Österreich auch so eine geniale App gegen Lebensmittelverschwenung. Lieder ist das noch immer ein extrem großes Problem unserer Gesellschaft! Schön dass es so innovative Ideen gibt!
    Alles Liebe,
    Mira

    • November 15
      Reply

      Hallo Mira,
      ich bin mir sicher, dass diese App oder auch andere Möglichkeiten bald auch in Österreich vorhanden sind. Habe gerade auf die App geschaut, die Schweiz ist auch schon vertreten, dann sollte es nach Österreich nicht mehr weit sein 🙂 und wenn es soweit ist, die ganzen Läden motivieren mitzumachen.
      Habt ihr vielleicht Foodsharing in Österreich? Das hat sich doch schon überall verbreitet oder?

      Liebe Grüße, Stefanie*

  3. November 15
    Reply

    Ja de app gibts hier auch, leider macht hier in der direkten Umgebung kaum ein Laden mit , die nächsten wären 40km entfernt und da lohnt isch das wiederum nicht. Ich hoffe mal die Norweger werden noch ein bisschen aktiver in der Sache.
    Das ist nämlich eine Klasse Idee. Danke für deinen Bericht!

    Lg aus
    Norwegen
    http://www.mitkindimrucksack.de

    • November 15
      Reply

      Genau im skandinavischen Raum ist die App auch vertreten.
      Dann bleibt wohl nur noch die Empfehlung zum Mitmachen für umliegende Läden. Vielleicht ist dann schon bald ein Laden um die Ecke für dich dabei 🙂

      Lieben Gruß aus Berlin,
      Stefanie*

  4. November 15
    Reply

    Einer meiner absoluten Lieblingsartikel von dir! Wie konnte ich bisher noch nichts über diese App gehört haben? Ich werde sie gleich mal runterladen und schauen ob es bei mir auch ein paar Anlaufstellen gibt.

    Love, Sylvie

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