Konsum ist Macht! Deine Macht zu verändern!

Die eigene Macht Dinge zu verändern

Gerade eben habe ich bei bei Nicole von Passenger X ein wenig über mein Leben geplaudert. Nicole hat mich zum Interview über mein Sabbatical gebeten. Ich habe schon einmal über meine Abenteuerreise, und wie diese mich verändert hat, erzählt. Nach dieser Reise hat sich so viel in meinem Leben verändert. Stück für Stück bin ich gewachsen und sehe die Dinge und das Leben heute noch einmal in einem ganz anderen Kontext.

Konsum ist Macht

Ich habe mich auf eine Reise begeben mich zu verändern und alles was dazu gehört. Mein Leben ist viel bewusster und achtsamer geworden. Dazu gehört auch unter anderem, dass ich viel bewusster konsumiere. Wenn man erstmal erkannt hat, was für Auswirkungen manche Dinge haben, kann man nicht mehr hinwegsehen und hinterfragt sich selbst.

Bleiben wir aber mal beim Konsum, denn Konsum ist Macht, die nicht zu unterschätzen ist! Jedes einzelne Teil, das du kaufst hat Auswirkungen. Jedes Mal, wenn du etwas konsumierst, was nicht immer nur mit kaufen zu tun haben muss, hat das Auswirkungen. Leider ist es so, dass diese Auswirkungen zum Teil absolut negativ sind!

Um nur ein Beispiel zu nennen:

Du kaufst ein T-Shirt von der schwedischen Handelskette – Es war äußerst billig – Du weißt, die Näherinnen in Bangladesh oder woanders arbeiten unter miesen Arbeitsbedingungen und erhalten kaum Geld dafür.

Vielleicht weißt du auch, dass der Bauer, der die Baumwolle dafür auf seinen Feldern anbaut und erntet, dies unter noch mieseren Arbeitsbedingungen tut. Er spritzt die Baumwolle selbst gegen Ungeziefer. Ihm wurde einst versprochen, wenn er genmanipuliertes Saatgut verwendet, muss er nicht mehr spritzen. Tja leider ist es so, dass das nicht gestimmt hat. Er wurde verarscht! Er wird nicht alt werden, denn seine Lungen werden zuvor vom Krebs befallen sein. Stirbt er nicht daran, wird er sich vermutlich selbst das Leben nehmen, da er sich das teuere Saatgut nicht mehr leisten kann und er enteignet wird – Vielleicht kommt aber auch die Baumwolle aus Afrika und Kinder, die in Gefangenschaft leben, weil sie von ihren eigenen Eltern verkauft wurden, haben sie geerntet.

Gut, dass das T-Shirt am Ende so billig war und du noch 10 andere kaufst, weil die Mode so schnelllebig ist. Und wenn du es nicht mehr brauchst, schmeißt du es nach 2 Monaten weg – Es gibt nicht mehr 4 verschiedene Saison, es gibt jetzt mindestens 50 und du sollst schon im Sommer entscheiden, was du im Winter anziehen sollst und stellst dann im Winter fest, dass die Mode eine ganz andere ist – Also kaufst du wieder etwas neues und verschließt die Augen davor, was es für Auswirkungen hat.

Die wahren Kosten

The True Cost. In diesem Zusammenhang, empfehle ich diesen Film anzusehen. Eine Dokumentation von Andrew Morgan über die Billigmode-Industrie und ihre Folgen unseres Konsumkapitalismus. Schon recht verdreht das ganze Business, wenn man bedenkt, dass für unsere billige Kleidung bzw. auch unser schönes Leben andere auf der Welt leiden müssen. Auf jeden Fall sehenswert.

Deine Macht die Dinge zu ändern

Wir sehen also, es ist sehr viel Verantwortung, jedes Mal wenn wir etwas konsumieren. Kleidung, Lebensmittel, Gegenstände, eigentlich egal was wir konsumieren. Wie wir das ändern können? Eigentlich ganz einfach, hinterfrage deinen eigenen Konsum:

  1. Frage dich, brauch ich das wirklich, bevor du es kaufst.
  2. kaufe nur nachhaltig produzierte Ware.
  3. kaufe Second Hand.
  4. Leihe dir Dinge aus.
  5. Tausche.

DU HAST DIE MACHT DIE DINGE ZU VERÄNDERN! DEINE ENTSCHEIDUNG! JEDES MAL!

Wenn wir alle etwas mehr darüber nachdenken und die Dinge hinterfragen, können wir gemeinsam ganz viel verändern. Das betrifft nicht nur den Konsum, das betrifft auch unsere Politik im Allgemeinen und so viele andere Dinge. Wir sollten nicht warten, bis uns eine Institution vorschreibt, was wir zu tun haben. Wir sollten eigenmächtig denken und uns loslösen von all den vielen überflüssigen Dingen und Eindrücken.

Wenn man erstmal damit beginnt….

begibt man sich auf eine Reise, eine gute Reise. Eine Reise der Veränderung. Stück für Stück sieht man die Dinge in einem anderen Licht.

Ich glaube, es ist eine Reise des Lebens. Mein eigenes Leben passe ich immer mehr den Umständen meines Wissens an. Es passiert auch mir hin und wieder, dass ich nicht richtig handel, manchmal sind es auch besondere Situationen, die nicht viel Spielraum lassen, wenn man in dieser Gesellschaft lebt. Jedoch denke ich darüber nach und es ärgert mich dann sehr oft, dass ich das ein oder andere so gemacht habe, obwohl ich doch wusste.

Erkennst du dich auch darin? Lassen wir uns nicht entmutigen, wir sind auf dem richtigen weg und lassen uns gerne blenden. Sich von diesem Konstrukt ganz zu lösen, bedarf seine Zeit.

GEMEINSAM SCHAFFEN WIR DIE VERÄNDERUNG!

Man darf auch die Veränderung nicht als mühselig ansehen, denn das ist es nicht. Bewusst zu handeln bringt sogar viel Spaß und vor allem Zufriedenheit mit sich. Achtsam zu sein, bedarf auch Reflexion. Loslassen bedarf Mut! Doch wenn man einen Schritt gegangen ist und zurück blickt, scheint es manchmal total banal. Also nur Mut <3

LIEBE.FREIHEIT.ALLES.

 

Sternchen*

 

 

 

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Sternchen Verfasst von:

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20 Comments

  1. Juni 11
    Reply

    Ein sehr schöner Post! Er regt mich zum Nachdenken an…und ich bin selbst viel zu sehr in dieser Konsumwelt drinnen! Ich möchte das aber unbedingt ändern!

    Liebe Grüße
    Verena

    • Sternchen
      Juni 11
      Reply

      Das ist doch toll 😊 Es ist nicht immer einfach, die Angewohnheiten zu entwöhnen, aber man merkt ziemlich schnell, dass es eine Erleichterung ist, wenn man ein paar Dinge bewusster oder garnicht mehr macht. Es lohnt sich 😊

  2. April 21
    Reply

    Hallo Sternchen,
    das ist alles richtig, was du schreibst. Ich konsumiere auch nicht übermäßig, zumindest versuche ich mir nur das zu kaufen, was ich brauche.
    Ich habe allerdings Probleme damit, die nachhaltig hergestellte Ware zu erkennen und zu kaufen. Es erfordert viel Recherchearbeit und Bewertung und ich glaube, dass ich damit verdammt falsch liegen kann. Suchst du dir denn best. Firmen raus und kaufst dann nur bei denen? Oder hast du dir ein großes Wissen über Produktionsverfahren angeeignet?
    Wie dein Beispiel mit dem billigen T-Shirt. Ich z.B. wusste das mit der Genmanipulation nicht.
    Ich hab sowieso noch nie was bei H&M gekauft, weil mir weder Qualität noch Schnitt zugesagt haben. Ich kauf z.b. gern in Dänemark, Kleidung in guter Qualität. Es hatte seinen Preis, aber der Stoff war toll geschnitten und fühlte sich gut auf der Haut an. Ich gehe als Verbraucher eigentlich immer davon aus, dass die Herstellungsbedingungen gut oder ok sind. Aber wie mein dänisches Shirt hergestellt wurde – ich habe keine Ahnung.
    Aber stell dir vor, der Händler hätte mir ein, zwei Stichworte erzählt von den Bedingungen – ich weiß nicht, ob ich das hätte einordnen und bewerten können. Verstehst du, was ich sagen will?

    • Sternchen
      April 25
      Reply

      Hallo. Ich verstehe was du meinst. Ich hinterfrage tatsächlich nicht jedes Produktionsverfahren, aber ich versuche positiv zu bleiben und auf Fair Trade und Bio zu vertrauen. Wenn ich kaufe, dann meist aus zweiter Hand. Ich bin selbst sicher nicht perfekt in allem was ich tue, aber ich hoffe, dass wir alle immer bewusster werden, bei allem was wir tun… ❤

  3. April 20
    Reply

    Super Beitrag. Genauso sehe ich das auch. BEWUSST konsumieren, nicht nur Verzicht, nicht aus Prinzip, ohne Vorurteile – nein bewusst und indem man vorher mal nachdenkt. Dein Blog ist wirklich toll!

    • Sternchen
      April 20
      Reply

      Oh danke, das ist lieb von dir! Es tut gut, wenn man verstanden wird…

  4. April 18
    Reply

    Interessanter Beitrag. Ich selbst mache mir darüber nicht so sehr Gedanken, zumindest nicht immer. Ich war letztes auf einem Flohmarkt um meine Kleider an andere zu verkaufen. Finde das eigentlich eine gute Alternative und manchmal gibt es als Second Hand sehr schöne Sachen

    Liebe Grüße

    http://www.femalenlifestyle.com

    • Sternchen
      April 18
      Reply

      Hi Sarah, dann hast du schon den ersten Schritt gemacht. Vielleicht kommen noch viel mehr. 😉

  5. April 17
    Reply

    Ein guter Beitrag! Auch ich überleg gerade jei Kleidung viel zu wenig was ich wirklich brauche und wo ich einkaufe! Aber es sollte jeder ein bisschen in diese Richtung denken damit man gemeinsam was bewirkt und weniger in die Richtung „Ach egal ich alleine ändere eh nichts also lass ich es gleich sein“! Aber zumindest kaufe ich schon sehr viele Teile Second Hand oder tausche sie über Kleiderkreisel!

    Viele Grüße
    Denise von
    http://www.lovefashionandlife.at

    • Sternchen
      April 18
      Reply

      Hallo Denise. Danke dir und klasse, dass du dir Gedanken darüber machst. Second Hand ist sicher die beste Alternative, da bereits zu viel Kleidung produziert wurde. Vom 24.4.-30.4. ist im Übrigen Fashion Revolution Week. Vielleicht kannst das auf deinem Fashion Blog berücksichtigen und mitmachen?
      Liebe Grüße

  6. April 17
    Reply

    Marken und Industrien beeinflussen unsere täglichen Entscheidungen. Im Supermarkt kann man es sehr gut feststellen. Kauf ich das Marken- oder lieber das No-Name-Produkt. Solange wir nicht bewusst entscheiden, dauert es sehr lange, unser eigenes Konsumverhalten nachhaltig zu ändern.

    • Sternchen
      April 17
      Reply

      Ja genau, wir werden täglich beeinflusst von Werbung und mehr. Ich denke, wenn z.B. im Supermarkt der Verbraucher mit genügend Informationen und Hintergründen wissen würde, was er kauft, dann würde sich sicherlich das Konsumverhalten schnell verändern.

  7. Anna
    April 17
    Reply

    Toller Post und er zeigt super wie jeder einzelne einen kleinen Teil beitragen kann 🙂

    • Sternchen
      April 17
      Reply

      oh danke dir. 🙂

  8. April 17
    Reply

    Hi Sternchen,
    schon seit über 20 Jahren bin ich Vegetarierin, um das Leiden der Tiere zu verringern bzw. ganz zu vermeiden. Seit einigen Jahren versuche ich auch in anderen Bereichen des Lebens bewusster zu konsumieren. Oftmals ist es aber gar nicht so leicht, da man teilweise gar nicht an die Informationen kommt, wo etwas hergestellt wurde, welche Materialen verwendet wurden und woher sie kommen,…
    LG Melli

    • Sternchen
      April 17
      Reply

      Das stimmt wohl, der Verbraucher ist immer noch derjenige, der sich selbst informieren muss. Die Regierung wird aufgrund von dahinterstehendem Lobbyismus nur langsam oder auch gar nicht dazu beitragen, Aufklärung zu leisten. Leider ist das so, aber es gibt zum Glück immer mehr Menschen und Verbände, die informieren.

    • Sternchen
      April 17
      Reply

      Ja ich weiß, wir haben uns zu lange falschen Konsum angewöhnt. Etwas abzugewöhnen ist nicht immer einfach 😉

  9. Hallo Sternchen!

    Sehr wahr, was Du da schreibst! Das ist auch das, was ich immer sage, der Konsument hat die Macht. Wenn man etwas nicht kauft, dann wird es mit der Zeit auch nicht mehr verkauft.

    lg
    Maria

    • Sternchen
      April 17
      Reply

      Bewusst konsumieren ist wohl der richtige Weg!
      Danke für dein Kommentar 🙂

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