A little less waste – Heldin des Alltags

Im letzten Jahr habe ich einige Dinge ausprobiert, um mein Verhalten gegenüber Konsum und Müll zu verändern. Einiges klappte einfach und sehr gut, anderes wiederum gelang mir garnicht. Insgesamt bin ich aber mehr als Zufrieden, denn in unserem Haushalt ist es auch immer wieder eine kleine Herausforderung meinen Freund vom Vorteil dieser Dinge zu überzeugen. Naja sagen wir, es ist nicht unbedingt eine Herausforderung, aber von einigen Dingen muss ich ihn schon mehr überzeugen.

Was hat sich also getan seit meinem letzten Beitrag zum Thema Zero Waste?

A little less waste – der Erfolg

torffreie Erde auch auf dem Balkon

Im Frühling habe ich mir meinen Balkon schön gemacht, dazu habe ich gleich einige Kräuter und etwas Gemüse angepflanzt. Der grüne Daumen ist wohl nicht ganz an mir vorbei gegangen, daher werde ich mich im nächsten Jahr versuchen auch etwas mehr Mut aufzubringen und noch mehr anzupflanzen! Der Balkon darf ruhig ein kleiner Urban Jungle werden…

saisonal-regional-gemuese

Dieses Jahr habe ich außerdem sehr bewusst saisonal und dazu gleich auch regional eingekauft. Meine leckersten Gerichte waren wohl aus Spargel und Kürbis. Leider aber gab es keine guten Pfifferlinge aus dem Heimischen und ich hätte doch so Lust darauf gehabt. Vielleicht klappt das aber nächsten Jahr!

Mein Haushalt konnte ich weiter umstellen. Unser Staubsauger gab den Geist auf und so haben wir einen wunderbaren neuen Staubsauger zum selbst ausleeren gekauft. Strohhalme gibt es jetzt aus Metall,  mein Handy musste ausgetauscht werden und dabei habe ich von meinem ‘Schwiegervater’ ein Neues/Altes erhalten, also aus zweiter Hand. Funktioniert einwandfrei. Kaputte Kleider habe ich weiterverarbeitet. So dienen mir löchrige T-Shirts und Leggings nun noch als Putzlappen oder aber auch als Taschentuch.

diy_deo

Im Bad hat sich auch ein wenig verändert. Wir benutzen nun eine DIY-Deo, welches wirklich besser funktioniert als jedes gekaufte. Darüber hinaus nutzen wir auch DIY-Seife am Waschbecken. Ich bin von beidem mehr als begeistert!

diy-seife-fluessig

Als Zahnbürsten verwenden wir Bambuszahnbürsten, die können nach gebrauch einfach in den Biomüll geworfen werden. Apropos BioMüll, noch vor einigen Monaten habe ich dafür Papiertüten gekauft, nun verwenden wir eine praktische DIY-Altpapier-Tüte. Richtig gut!

biomuelltuete-1

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Ich benutze wahnsinnig gerne den MenCup und nun habe ich mir noch waschbare Binden besorgen können. In der Kombination macht sich das tatsächlich sehr gut.

A little less waste – der Misserfolg

 

Leider haben auch einige Dinge nicht gut funktioniert. Da wäre z.B. das DIY-Spülmittel. Leider reinigte es mir einfach zu wenig.

kastanien-waschmittel

Das DIY-Waschmittel aus Kastanien wurde bei mir eine braune, müffelnde Brühe, die ich nicht an meine Wäsche lassen wollte. Ich denke aber auch, dass mein bisheriges Waschmittel soweit erstmal in Ordnung ist.

zahnseide

Zu guter letzt war da noch die Zahnseide im Gläschen. Oberflächlich wunderbar, da sie ohne Plastikhülle auskommt, aber leider ist das Preis-Leistung-Verhältnis nicht tragbar. Ich trage eine Spange und habe daher ein besonderes Augenmerk auf die Reinigung meiner Zähne. Leider hatte ich die Zahnseide in kürzester Zeit aufgebraucht. Hätte sich die Zahnseide mindestens so lange gehalten wie sonst auch, wäre mir der Preis tatsächlich nicht aufgestoßen.

Mein Fazit: Heldin des Alltags 

Man darf sich auch mal selbst loben 🙂 Das tut gut!

Im Prinzip lasse ich mich von den Misserfolgen nicht entmutigen, da ich mehr Erfolge verzeichnen kann. Es macht Spaß zuzusehen, wie der eigene Müllverbrauch zunehmend schrumpft!

Es gibt sicherlich noch viel zu tun und ich werde mich weiter ausprobieren. Mein nächstes Projekt wird eine Nähmaschine, dann kann ich Kleinigkeiten, z.B. Taschentücher, schöner machen. Des Weiteren benötige ich sehr bald eine neue Wimperntusche, denn meine neigt sich dem Ende zu. Außerdem werden mir bestimmt noch einige tolle Sachen einfallen die einen ganzen Beitrag füllen werden.

 

Viel Spaß Euch. Sternchen*

Stefanie Verfasst von:

Hi, ich bin Stefanie und blogge auf Alt trifft Neu über Upcycling und Green Lifestyle, dem nachhaltigen Lebensstil. Ich freue mich, dich auf meine Reise mitzunehmen.

10 Kommentare

  1. November 10
    Antworten

    Finde ich richtig toll was du machst.
    Ich kämpfe momentan auch an alles Fronten gegen den Müll. Wir sind hier in der Schweiz eigentlich Weltmeister im Recyclen. Wir trennen sogar die Papierschildchen von den Aludosen ab und schneiden die Fenster aus den Briefumschlägen raus. Viele Recyclinghöfe nehmen den Müll anders gar nicht an.
    Jetzt sind wir allerdings ganz weit aufs Land raus gezogen und hier nehmen sie allen ernstes 1. kein Plastik mehr an und 2. keinen Biomüll mehr an. Das Plastik soll in den Abfall (vergleichbar mit dem Restmüll in D) und für den Biomüll muss man jetzt entweder einen eigenen Kompost bauen oder ihn ebenfalls in den Abfall schmeissen. Wobei man erwähnen muss dass Abfallsäcke hier gebürenpflichtig sind und umgerechnet ca 3€ pro 35l-Sack kosten. Da steigt das Müllbewusstsein rapide.
    Meine Lebensaufgabe ist also momentan so wenig Plastikmüll wie möglich zu produzieren und über die Anschaffung von Hühnern als Biomüllabnehmer nachzudenken.
    Es wäre also sehr gut möglich dass mein Blog nächstes Frühjahr einen “Wie baue ich einen Hühnerstall”-Artikel bekommt. 😉

    Ich bin gespannt wie es bei dir weitergeht. 🙂

    • Sternchen
      November 11
      Antworten

      Ach herrje. Das habe ich so auch noch nicht gehört. Wohne in der Stadt, aber meine Schwester lebt auf dem Lande, aber dort kann sie alles gut sortiert auf dem Wertstoffhof abgeben.
      Deine Situation regt natürlich noch mehr an, einfach gar keinen Müll mehr verursachen zu wollen. Die Hühner sind eine tolle Idee, das bringt bestimmt viele Vorteile…

  2. November 1
    Antworten

    Ein toller Post. Ich versuche auch so wenig Müll wie nötig zu produzieren,was bei einem 5 Personen Haushalt nicht immer einfach ist. Auf unserem Balkon wachsen neben vielen Kräutern auch noch Erdbeeren,Minitomaten und Paprika. Das ist richtig klasse. Einen Großteil unserer Einkäufe erledige ich auf dem Wochenmarkt,da sind die Produkte meistens unverpackt und ich nehme dann meine eigenen Behälter mit.
    Liebe Grüße
    Sandy

    • Sternchen
      November 1
      Antworten

      Super, so sollte es viel mehr laufen. Tolles Vorbild 🙂

  3. Oktober 16
    Antworten

    Der Gin-Seifenspender ist ja der Knaller 😀 Wo hast Du denn den Aufsatz her, und hält das gleich von selbst gut?

    Insgesamt ein dickes Lob! Für den nicht so grünen Daumen kannst Du ja nichts. Vielleicht klappt es mit anderen Pflänzchen ja besser. Ich finde, da gibt es durchaus Unterschiede … Von einem urbanen Dschungel träume ich auch. Mir fehlt noch der Balkon. Ob wir 2017 das beide hinbekommen? 🙂

    • Sternchen
      Oktober 17
      Antworten

      Hallo Miriam,

      der Seifenspender ist wirklich toll und funktioniert einwandfrei mit der DIY-Flüssigseife. Der Aufsatz ist von einem früheren Duschgel, danach hatte ich die Duschgelflasche als Seifenspender verwendet. Die Gin-Flasche macht sich aber viel schöner, musste allerdings noch eine kleine Dichtung einbauen, damit der Aufsatz auch hält.

      Wir ziehen demnächst in eine neue Wohnung. Dann haben wir mehr Platz. Vielleicht wird das dann noch was mit dem grünen Daumen und dem Urban Jungle… Wir schaffen das 😀

  4. Oktober 16
    Antworten

    Hallo Sternchen,

    mein großes Lob an dich, dass du schon so viel umgestellt hast. Wir konnten dieses Jahr fast den ganzen Sommer unsere eigenen Tomaten vom Balkon genießen. Kann ich dir echt empfehlen. Mein Freund und ich haben dafür extra eine große Pflanzkiste gebaut.

    Zum Thema Kastanienwaschmittel: Ich habe auf meinem eigenen Blog Umweltgedanken auch gerade meine Empfehlung dazu gepostet. Wenn du ein Pulver daraus machst und die braune Schale vorher entfernst, dann klappt es. Beim Pulver würde ich es auch nur eine Stunde ziehen lassen. Dann riecht es frisch. Die Zeit ist auch ausreichend damit sich genügend Saponine lösen. Für mich ist das leider aber auch keine Dauerlösung. Ich werde vielleicht aus dem Pulver eher einen Reiniger machen. Geht ja auch.

    Viel Spaß weiterhin beim Müll reduzieren.

    Liebe Grüße
    Anja

    • Sternchen
      Oktober 17
      Antworten

      Oh das ist ja ein guter Tipp. Dann begehe ich mich mal nochmal auf Kastaniensuche. Ich experimentiere ja auch sehr gerne…

      Dir auch viel Spaß beim weiteren Müll reduzieren…

      Sternchen*

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