Nachhaltiges Grillen: Tipps und Tricks für mehr Nachhaltigkeit beim Grillen

Die Tage sind warm, die Nächte werden milder. Wir befinden uns mitten im Frühling und der Sommer klopft schon an der Tür! Wir verbringen, wann immer es möglich ist, unsere Zeit im Freien. Und wir beginnen zu grillen was das Zeug hält.

Die Grillsaison ist also schon eröffnet… YEAH!!!

Ich liebe es mit Freunden zu grillen. Man kann aber auch vieles falsch machen, weswegen ich ein paar Tipps und Tricks zum nachhaltigen und umweltschonenden Grillen zeigen möchte.

Worauf sollte man achten? Wie kann ich nachhaltiger und umweltschonender grillen?

 

BBQ - Grill 

DER GRILL

Einweggrill oder Mehrweggrill? Na klar, der Mehrweggrill liegt ganz weit vorne. Es gibt mittlerweile so tolle Grille (z.B. Kugelgrill), die man auch gut und einfach mit in den Park nehmen kann. Grille aus Metal sind darüber hinaus auch viel stabiler und das Grillen ist was es sein soll!

 

Grill-Kohle

 DIE GRILLKOHLE

Auch bei der Grillkohle kann man einiges falsch machen. Es sollte daher darauf geachtet werden, dass es sich um heimische Kohle, also Holzkohle aus deutschem Laubholz, handelt. Alles andere kann aus fernen Ländern kommen und die illegale Abholzung dort fördern.

Um der Umwelt einen noch größeren Gefallen zu machen, empfiehlt es sich, beim Kauf der Grillkohle auf die FSC- (Forest Stewardship Council) oder DIN-Zertifizierung zu achten. Das FSC-Siegel gewährleistet, dass alle Rohstoffe aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammen. Das DIN-Prüfzeichen verspricht weniger Giftstoffe, sodass die Mindestanforderungen an den Umweltschutz eingehalten wurden. Danach darf die Kohle nicht aus alten Möbeln o.ä. stammen und muss frei von Holzschutzmitteln und sonstigen unnatürlichen Stoffen sein.

Die Ökokohle ist im Übrigen nicht teurer als Produkte ohne Nachhaltigskeitsgarantie und du erhältst sie in sehr vielen Baumärkten und Supermärkten.

 

Grillfeuer

DER ANZÜNDER

Es könnte so einfach sein, ist es aber nicht!

Feuer zu machen ist eine kleine Kunst, könnte man denken, doch mit ein paar Tricks kann das jedem gelingen. Ganz ohne chemische Anzünder! Ein Feuer zum Brennen zu bringen braucht etwas Geduld und wer das Grillen liebt, sollte sich eben etwas Zeit mitbringen. Das schöne ist ja am Grillen, dass es etwas Entschleunigung mit sich bringt. Plane 15 – 20 Minuten für das Anzünden ein, sodass sich jeder darauf einstellen kann.

GUT DING WILL WEILE

Wie gelingt es mir also ein Grillfeuer zu entfachen? Wie gesagt, keine übel riechenden, chemischen Anzünder, wie die typischen Grillanzünder oder Brandbeschleuniger. Auf natürlichem Wege kann auch ein Feuer entfachen. Es genügen leicht brennbare Materialien, wie Karton, Papier, kleine Holzstücke und Äste. Außerdem gibt es auch bei Grill-Anzündern FSC-zertifizierte Produkte.

Wer es abschließend ganz richtig machen will und die Möglichkeit hat, der schmeißt die restliche Kohle nach dem Grillen nicht weg, sondern verwahrt diese, bis zum nächsten Grillen auf. Die alte Kohle brennt nämlich beim nächsten Grillen viel schneller als die Neue.

 

Food

DAS GRILLGUT

Wer mich kennt weiß, dass ich Vegetarier, mit Hang zum Veganismus bin (Edit 05/2018: Seit knapp einem Jahr Veganer), weswegen ich einige Alternativen zum Grillfleisch aufzeigen möchte. Sich auch in der Grillzeit vegetarisch oder vegan zu ernähren ist nämlich wirklich kinderleicht und bietet zu dem Standard 0815-Grillgut eine wunderbare Abwechslung. Ich bin absolut kein Verfechter von Fertigprodukten. Dabei ist es ganz egal, ob mit / ohne tierische Produkte! Das ist für mich einfach nur unnatürlich!

Um umweltbewusst und nachhaltig zu grillen, gibt es eigentlich nur die Alternative auf Gemüse & Co zurückzugreifen. Das tut dem Körper gut und man tut aktiv etwas gegen die Massentierhaltung. Es gibt kaum Nahrungsmittel, die sich nicht auf dem Grill zubereiten lassen würden. Darüber hinaus ist es natürlich von Vorteil, wenn man auf regionale Produkte und der Bio-Zertifizierung achtet. Wenn also schon Tier verzerrt werden muss, bitte, bitte, wenigstens das einhalten. So wird gewährleistet, dass die Wege zwischen Hersteller und Käufer kurz sind und (hoffentlich) auf Massentierhaltung und Zugabe von Hormonen und Antibiotika verzichtet wurde. Regional und Bio gilt natürlich für alle anderen Lebensmittel auch 🙂

Tolle Salate und andere vegetarische und vegane Rezepte für dein Grillabenteuer kannst du hier finden: vegetarische & vegane Grillrezepte

NACHTRAG: Gerade kam noch ein Beitrag zum nachhaltigen bzw. veganen Grillen von The bird’s new nest (Eco Lifestyle Magazine), rein. Den möchte ich euch nicht verwehren, denn die vielen Tipps zu veganen Alternativen sind wirklich, wirklich köstlich: Veganes Grillen – Rezepte und Tipps

 

Getränke

DIE GETRÄNKE

Wenn man nicht gerade einen tollen Garten zum Grillen hat, trifft man sich im Park. Neben dem Grillen, darf man dabei aber das Trinken nicht vergessen.

Wer Wasser trinkt, sollte sich das Leitungswasser von zuhause mitbringen. Wer sich unbedingt im Supermarkt ein Wasser kaufen muss, bitte nicht in der Plastikflasche, auch wenn diese nach dem Verbrauch recycelt werden kann. Plastik ist ein großes Übel unserer Gesellschaft, macht dreck, verschmutzt unsere Erde und kann durch die Weichmacher, welche leider immer noch in vielen Plastikartikeln vorhanden sind, auch noch krank machen.

Bringt eigene Becher mit, denn Mehrweg ist immer umweltschonender als Einweg!

Wem Leitungswasser zu langweilig ist, dem steht die Welt offen. Limonaden, Smoothies, Tees oder etwa alkoholische Getränke, für jeden gibt es etwas, lassen sich größtenteils zuhause wunderbar zubereiten. In einem Gefäß leicht abzufüllen und zu transportieren. Ich versuche mich im Übrigen immer mit den Resten meiner Obstvorräte aus und dabei gelingen mir eigentlich immer wunderbare Getränke. Probiert also selbst aus! Es ist ganz einfach und mega lecker!!!

Wer Wein trinkt, sollte auf veganen Wein zurück greifen und wer Bier trinkt am Besten auf Bier mit Bio-Siegel.

 

MÜLL

DER MÜLL

Der Müll, welcher nach dem Grillen bleibt, ist einfach nur doof! Doch wir können schon bei der Vorbereitung auf das Grillen viel Müll vermeiden. Das größte Gebot dabei ist natürlich MEHRWEG statt EINWEG! Egal ob bei Servietten, Bechern, Besteck oder Tellern. Bringt etwas mit, was ihr wieder verwenden könnt.

Servietten: Servietten und Küchenrollen sind nicht nachhaltig, ein Geschirrtuch oder Stoffserviertten tun es auch und können nach dem Waschen wieder verwendet werden.

Besteck, Teller, Becher: Plastik ist nicht nachhaltig, normales Geschirr zu schwer, aber es gibt auch noch alternativen zu Plastik, die aus Bambus oder Mais hergestellt wurden und dem herkömmlichen Plastik in nichts nachstehen. Nein, viel besser, sie sind sogar umweltfreundlich. Flüssiges kann man sehr gut in Einmachgläser transportieren und Getränke können auch in alten Flaschen transportiert werden. Auch Edelstahlbehälter sind leicht und für den Transport bestens geeignet.

Aluminium: Das Aluminium nicht nachhaltig ist, sollte mittlerweile jedem klar sein. Wer sein Gemüse nicht direkt auf den Grill legen möchte und eine Grillpfanne bevorzugt, sollte auf eine Grillpfanne aus Edelstahl o.ä. benutzen. Die Herstellung ist zwar auch sehr energieintensiv, aber wenn man sie oft genug und ganz lange benutzt, sollte das auf jeden Fall die bessere Alternative zur Müllvermeidung sein. Andere Länder machen es vor, sie benutzen zum Grillen z.B. Blätter als Unterlage bzw. wickeln ihr Grillgut in diese ein.

Spieße: Holz oder Edelstahl, das ist hier die Frage? Aus Holz gibt es Spieße mit einem FSC-Siegel zu kaufen, jedoch sehe ich Holz nicht als die Beste Alternative, da ein Holzspieß nur einmal verwendet wird. Die bessere Alternative wäre dann Edelstahl, denn nach dem Reinigen, lässt sich der Spieß immer und immer wieder verwenden.

 

Müllvermeidung beginnt auch beim Einkaufen. Achte auf den Verpackungsmüll den du mit kaufst. Außerdem sind in vielen abgepackten Lebensmitteln künstliche Aroma- und Farbstoffe enthalten. Mariniere dein Grillgut einfach selbst. Rezepte dazu finden sich viele im Internet.

Wer doch nicht auf Einwegprodukte verzichten kann, sollte wenigstens darauf achten, dass es umweltfreundliches und recycelbares Einwegmaterial ist. Hierzu gibt es selbstverständlich auch schon einige Alternativen zum herkömmlichen zum Plastik oder zur Pappe.

Last but not Least, wenn ihr an einem öffentlichen Platz grillt, vergesst euren Müll nicht und hinterlasst euren Grillplatz sauber.

 

Wegwerfgesellschaft

DIE WEGWERFGESELLSCHAFT

Leute, was soll ich sagen, ich bin manchmal so erschrocken darüber, dass unsere Gesellschaft immer mehr statt weniger Müll produziert! Dabei wäre es so einfach, aber die Faulheit mancher Menschen übertrifft alles!

Ich möchte nicht mit dem Finger auf andere Menschen zeigen, denn ich bin auch kein Engel. Ich ertappe mich manchmal bei routinierten Handlungen, die dem Gedanken eines plastik- und müllfreien Lebens widersprechen. Das ist manchmal sehr erschreckend und manchmal überfordert es mich sogar, auf so viele Dinge zu achten, aber mein Lebensstil wird immer mehr zu einer nachhaltigen Routine, dazu gehört auch, dass ich achtsamer durch das Leben gehe.

In diesem Sinne, freue ich mich auf den nächsten Grillabend mit meinen Freunden und Liebsten. Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere seine Erfahrungen oder Tipps mit mir teilt. Wir können nur voneinander lernen.

 

Lasst es euch schmecken 😀

Stefanie*

 

Tipps und Tricks für Nachhaltiges Grillen

Stefanie Verfasst von:

Hi, ich bin Stefanie und blogge auf Alt trifft Neu über Upcycling und Green Lifestyle, dem nachhaltigen Lebensstil. Ich freue mich, dich auf meine Reise mitzunehmen.

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