nachhaltig Reisen in Sachsen – Von Dresden in die sächsische Schweiz

Wer mir auf Instagram folgt, hat bestimmt mitbekommen, dass ich in unserem schönen Bundesland Sachsen unterwegs war. Sachsen ist ein Bundesland, welches unsere Gesellschaft leider immer noch nicht den nötigen Respekt entgegenbringt. Politisch uns sprachlich eine Herausforderung, aber die Natur reist es definitiv heraus und hey, lasst uns mal nicht alle Menschen total oberflächlich über einen Kam scheren. Sachsen hat mehr zu bieten, als einen komischen Dialekt (den im Übrigen viele unserer Bundesländer haben). Mal abgesehen von den politischen Gepflogenheiten, wollen wir uns aber auf das Wesentliche konzentrieren.

 

Nachhaltiges Reisen in Sachsen

Nachhaltiges Reisen beginnt immer dort, wo wir einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Am Besten also in der Nähe. Ich wohne nun seit 12 Jahren in Berlin und kenn noch immer einige Ecken im ehemaligen Osten nicht. Grund genug wieder etwas neues zu entdecken. Ziel dieser Reise war es, die sächsische Schweiz zu erkunden. Zu viert sind wir mit dem Auto von Berlin nach Dresden gefahren. Im Gepäck, wie immer, meine wiederbefüllbare Flasche. Check!

Wenn man ein Fahrzeug auswählen kann, wäre an dieser Stelle Zug oder Bus CO2-neutraler. Manchmal muss man aber abwägen, denn mit dem ÖPNV (öffentlicher Personen Nahverkehr) kommt man nicht überall hin. Zu viert in einem PKW sehe ich daher als nicht ganz so problematisch. Mein Ziel ist es, weniger zu fliegen und mehr Zug zu fahren. Die nächste Reise in den Süden von Deutschland ist auch schon gebucht. Wir fahren Zug 😀

Durch meine neuen Ernährungsgewohnheiten, nämlich die vegane Ernährung, war auch das eine neue Erfahrung in Sachen Nachhaltigkeit. Ich war viel nachhaltiger als ich wollte, denn als Veganer hat man es schwer in Sachsen. Kulinarisch geht anders. Es ist wie überall auf dem Land, die Uhren ticken ein wenig anders und der gute kleine Imbiss des Otto-Normalverbrauchers reicht für einen Snack oder auch mal eine deftige Mahlzeit aus. Wer auf billige Fertigprodukte und billiges Fleisch/Wurst steht, ist gut aufgehoben. Ich bin da in Berlin sicherlich etwas verwöhnt und war nicht so ganz darauf vorbereitet kulinarisch in die Vergangenheit zu reisen.

Nun, ich habe überlebt, auch vegan, aber ohne weiter auf die Details eingehen zu wollen. Das geht auf jeden Fall gesünder und nachhaltiger Sachsen!

Mein TIPP: Als Veganer unbedingt eigene Nahrungsmittel mitbringen.

 

Wunderschönes Dresden 

Grund der Reise nach Sachsen war sowieso weniger das Essen, denn wir wollten die sächsische Schweiz erkunden. Soviel hatte ich schon darüber gehört und gelesen. Erstmal ging es aber nach Dresden, denn diese Stadt ist auch nicht zu verachten.

In Dresden angekommen war der erste Gang durch das Zentrum. Vor einigen Jahren war ich schon mal in Dresden, daher konnte ich mich noch an die ein oder andere Ecke erinnern. So schön und irgendwie chillig dieses Städtchen.

Eine ältere Frau aus Dresden sprach uns an und erzählte uns von den Wettinern, eine der ältesten deutschen Dynastien. Immer schön, wenn man von Einheimischen ein wenig kulturellen Input bekommt. Im Übrigen wurde auch einer meiner liebsten Schriftsteller, Erich Kästner, in Dresden geboren.

Am meisten begeistert hat mich aber die Neustadt bzw. die äußere Neustadt. Alternativ und irgendwie eine ganz andere Ruhe. Ich muss echt sagen, ich könnte dort wohnen. Im Vergleich zu Berlin, ist alles ein wenig kleiner, übersichtlicher und ruhiger.

Mein TIPP: Die Neustadt erkunden und dort Einkehren. Deutlich günstiger und besseres Essen als im Zentrum. Vegan geht auf Anfrage auch.

 

Die sächsische Schweiz

Wer schon mal dort war, wird wissen was jetzt kommt. Einfach nur WOW! So schön ist Deutschland, voller Naturwunder. Warum also suchen wir immer das Weite, wenn wir so nah, so viele Wunder und Schönheit erleben können? Fast schon magisch diese sächsische Schweiz.

 

1. Die Bastei-Brücke

Gewohnt haben wir direkt bei der Bastei, einer Felsformation mit Aussichtsplattform am rechten Ufer der Elbe und das Naturwunder schlechthin. Das erwies sich aus einem guten Grund als Vorteil, denn was uns bei keiner unserer Recherchen mitgeteilt wurde, die Basteibrücke ist nicht nur ein beliebtest Touristenziel, es ist das Touristenziel schlechthin. Dort schieben sich die Menschen nur so durch. Wir auch! Echt schlimm!

Ich habe direkt schlechte Laune bekommen, denn es war nicht möglich, dieses Wunder zu betrachten. Ich wurde gedrückt, geschoben, geschubst und dumm angeredet. Man wünschte sich nur, dass man schnell wieder weg kommt. Und das taten wir auch! Genug ist genug!

Da wir ein paar Nächte dort verbrachten, wollten wir die verschiedensten Zeiten (ganz früh und sehr spät) abwarten und hofften, dass dann keine Menschenmengen mehr dort sind. Und genau das haben wir geschafft, deswegen muss ich an dieser Stelle noch einmal sagen: WOW! Ohne Menschen so schön. Ich war ein wenig fleißig und habe mir die besten Zeiten aufgeschrieben, damit ich sie teilen kann.

Photo by Svante Berg Photography
Photo by Svante Berg Photography
Photo by Svante Berg Photography
Photo by Svante Berg Photography

 

Mein TIPP: Sonnenaufgang und/oder Sonnenuntergang nicht verpassen. Je nach Jahreszeit sollte man natürlich die Uhrzeit ein wenig im Blick behalten.

 

2. Ökodorf Schmilka 

Nachdem ich bei der Recherche zur sächsischen Schweiz vom Ökodorf Schmilka erfahren hatte, war klar, dass wir das auch sehen mussten. Gesagt, getan!

Schmilka ist wirklich niedlich und als Ausgangsort für eine kleine oder große Wanderung absolut perfekt.

Was aber macht Schmilka so besonders? 

Schmilka ist nicht nur hübsch, Schmilka ist ein kleines Dorf, unmittelbar an der Grenze zu Tschechien und nur wenige Schritte von der Elbe entfernt. Dort sagen sich Fuchs und Hase sicherlich gute Nacht, aber was viel spannender ist, Schmilka hat ein Mühlrad, welches sich leise knarzend dreht, während in der Backstube gegenüber der Bäcker das frische Brot verkauft. Der Biergarten lädt auf ein kühles Bier ein, natürlich alles in Bioqualität aus eigener Herstellung.

Die Vision von Schmilka ist, in spätestens zehn Jahren als autarkes Energiedorf zu funktionieren. Ich komme also wieder, um diesen Fortschritt selbst erleben zu können.

Mein TIPP: Schmilka auch zu Weihnachten besuchen, dann wird Schmilka zum Weihnachtsdorf.

 

3. Wanderung zum Winterberg

Vom Ökodorf aus, kann man seine Wanderung zum Winterberg beginnen. Im Übrigen gibt es vom Winterberg aus eine wunderbare Aussicht, die Wanderung, ob kurz oder lang lohnt sich auf jeden Fall.

Mein Tipp: Auf dem Winterberg gibt es eine kleine Einkehr mit vielen Leckereien (es gab sogar ein veganes Gericht), die man unbedingt probieren sollte. Vom Aussichtsturm (1 €) gibt es diese wunderbare Aussicht.

 

Wenn du nun Lust auf mehr bekommen hast, möchte ich dir den Reiseblog  Passenger X von Nicole empfehlen, denn sie hat zur sächsischen Schweiz noch ein paar mehr Infos und Tipps rund um die sächsische Schweiz.

 

Ganz viel Spaß bald in Sachsen <3

 

Liebst, Stefanie*

 

 

 

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Stefanie Verfasst von:

Hi, ich bin Stefanie und blogge auf Alt trifft Neu über Upcycling und Green Lifestyle, dem nachhaltigen Lebensstil. Ich freue mich, dich auf meine Reise mitzunehmen.

25 Comments

  1. September 24
    Reply

    Sehr schön geschrieben. Ich habe gestern zufällig über die schöne Natur im Osten Deutschlands geredet und dass ich da auch mal hin möchte. Jetzt möchte ich erst Recht. Danke dir.
    Jules
    http://Www.travelandliveabroad.com

    • Stefanie
      September 24
      Reply

      Oh danke, das freut mich. Da solltest du auf jeden Fall vorbei schauen. Es lohnt sich sehr…

  2. Guten Morgen .
    Ich war noch nie in Sachsen und hatte das bisher auch nicht geplant aber wenn ich deinen Artikel lese und die Bilder sehe, wäre es eine Überlegung wert. 🙂

    Liebste Grüße,
    Sandra.

    • Sternchen
      September 8
      Reply

      Die ist es auf jeden Fall wert 🙂

  3. September 8
    Reply

    Das ist ja witzig, Dresden und Umgebung besuhe ich nächste Woche, hatte aber noch keinen Plan was man sehen sollte. Jetzt habe ich einiges auf der Liste abzuhaken 🙂

    • Sternchen
      September 8
      Reply

      Ach toll! Und die Basteibrücke unbedingt außerhalb des Touristenstroms ansehen!!! Viel Spaß dort….

  4. September 7
    Reply

    Ganz toller Bericht mit wunderschönen Fotos. Ich liebe Dresden und besuche diese Stadt immer gerne. Ich liebe es durch die Altstadt zu flanieren und irgendwo ein Gläschen Wein zu trinken.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  5. September 7
    Reply

    Liebe Stefanie,
    wow. Wusste gar nicht dass es in Deutschland so hübsche verstecke Orte und Plätze gibt. Die Bastei-Brücke sieht ja wirklich traumhaft schön aus! Und auch Schmilka sieht total goldig aus! Ich plane ja schon länger mal einen Zug-Ausflug nach Deutschland zu machen. Da sollte ich die Region auf jeden Fall auf dem Schirm haben! Danke für den Tipp!
    Alles Liebe,
    Mira

    • Sternchen
      September 7
      Reply

      Auf jeden Fall nicht zu unterschätzen und Zugfahrten dauern zwar oft ein wenig länger, sind aber unter Umständen viel entspannter…

  6. September 7
    Reply

    Hallo Stefanie,

    ein schöner Artikel! Wir haben Dresden und die Sächsische Schweiz vor einigen Jahren besucht – und waren vollauf begeistert! Wir werden sicherlich wieder einen Urlaub dort verbringen. Es ist so schön da 🙂

    Liebe Grüße,
    Lisa

    • Sternchen
      September 7
      Reply

      Toll, ich glaube, man kann nur begeistert sein. Wir werden ganz sicher auch wieder dort hin fahren. Von Berlin aus, sind es auch nur 2-3 Stunden fahrt.

  7. September 7
    Reply

    Hallo,
    Wirklich Wunder wunderschöne Eindrücke dieser schönen Stadt! Dein Schreibstil gefällt mir übrigens auch sehr gut. Jetzt habe ich Lust zu reisen! Liebste Grüße ronja

    • Sternchen
      September 7
      Reply

      Oh danke, das ist lieb. Schön zu hören/lesen 🙂

  8. September 7
    Reply

    Ich hatte meine Ausbildung im Blockunterricht in Sachsen und habe somit einige Eindrücke bekommen, vorallem sprachbedingt von den Dozenten und Mitschülern. Außerdem bin ich mit meiner Familie vor einigen Jahren auch mal in Dresden gewesen. Dort gibt es einiges zu sehen und es ist wirklich ein hübsches Fleckchen in Deutschland!

    Liebeste Grüße Moni
    von monis-paradise.blogspot.de

    • Sternchen
      September 7
      Reply

      ui… Ja der Dialekt ist sicher gewöhnungsbedürftig, aber ich mag Dialekte. Sie sind unsere Kultur und das macht uns eben auch aus. Sie sind wie eine eigene Sprache in der Sprache. Kann auch seine Vorteile haben 😀

  9. September 7
    Reply

    Also du machst wirklich sehr sehr coole Fotos. So viel mal dazu.
    Dein Ausflug klingt auch toll und die nachhaltigen Aspekte sind gut zu lesen. Auch wenn sie mir ein wenig ein schlechtes gewissen machen 😛

    LG
    Matthias von power-blog.at

    • Sternchen
      September 7
      Reply

      Naja, die Fotos hat mein Freund gemacht. Er ist u.a. Fotograf. 😉
      Ich werte das ‘schlechte Gewissen’ mal als positiv, vielleicht regt mein Beitrag ja zum Nachdenken an.

  10. September 6
    Reply

    Liebe Stefanie,

    ich war noch nie in Sachsen, aber deine gesammelten Eindrücke machen echt Lust einmal ein Wochenende dort zu planen und zu verbringen. Vielleicht geht es sich ja im nächsten Jahr einmal aus … heuer leider nicht mehr.

    Liebste Grüße
    Verena

    • Sternchen
      September 6
      Reply

      Sachsen läuft nicht weg und ist sicher nächstes Jahr noch genauso schön 😉 Vielleicht haben ist sogar dann die Küche etwas leichter und ausgewogener…

  11. Da hast du aber tolle Eindrücke gesammelt. Ich war noch nie in Sachsen, weil ich da iwie noch nie etwas vor hatte. Landschaftlich ist es ja der Hammer und in Dresden war ich leider auch noch nie. Ich mag Städte mit Altstadt und alten Gebäuden. Wir im Norden haben ja kaum noch was weil alles im Krieg zerbomt wurde 🙁

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

    • Sternchen
      September 5
      Reply

      In Dresden wurde im Krieg auch viel zerstört. An vielen Gebäuden kann man das gut erkennen, denn sie haben sie wieder aufgebaut.
      Sachsen wird tatsächlich nicht so viel Beachtung geschenkt, ich finde aber, gerade die sächsische Schweiz ist eines der schönsten Flecken in Deutschland.

      Liebe Grüße, Stefanie*

  12. September 5
    Reply

    Toller Reisebericht 😀 und deine Fotos sind super gelungen! Ich plane im Oktober einen Kurztrip nach Deutschland, mal schauen ob ich die Besichtigungen deines Berichts auch berücksichtigen kann 😉

    • Sternchen
      September 5
      Reply

      Ich kann die sächsische Schweiz auf jeden Fall sehr empfehlen. 😉

  13. September 5
    Reply

    Was für ein schöner Reisebericht! Mein Mann ist diesen Monat noch ein paar Tage in Dresden, ich werde ihm den Artikel zeigen.
    Ich bin ja auch Veganerin und öfters in Leipzig – da hatte ich zum Beispiel gar keine Problem gut vegan zu essen. Ist wohl von Stadt zu Stadt verschieden …

    • Sternchen
      September 5
      Reply

      Leipzig ist da schon ganz weit vorn, aber ich glaube es ist wie überall, umso ländlicher desto weniger nachhaltig.

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