Nicht noch ein 1. WORLD PROBLEM!!

Photo by Svante Berg Photography

Ich wollte mich eigentlich nicht äußern, aber nun juckt es mich doch in den Fingern, ein paar Zeilen zu schreiben.

Es ist vielleicht harsch gesagt, aber ganz ehrlich, wir haben eine Menge 1. WORLD Probleme, wenn wir schon so weit sind uns gegenseitig anzuplärren, obwohl wir uns mit dem selben Ziel beschäftigen. Wir versuchen in unserem täglichen Leben, die Welt ein wenig besser zu machen. Vielleicht retten wir sie auch damit, wer weiß das schon. Die Hoffnung stirbt zuletzt nicht war? Nun, hier sitzen wir also mit unseren 1. WORLD Problemen, wollen die Welt retten und anstatt gemeinsam großes zu bewirken, wird sich ordentlich gestritten. Halleluja!

Aus diesem Anlass muss ich mal meine Gedanken nieder schreiben, denn erst kürzlich folgte ich einer Unterhaltung in einer Zero Waste – Gruppe auf Facebook. Tatsächlich habe ich erst recht spät mitbekommen, dass es eine Diskussion gab und zwar eine die sich gewaschen hatte. Auf allen Seiten ging es heiß her, so viel sei dazu gesagt.

Zero Waste und/oder Veganismus?! 

Der Sinngehalt war, dass es sich um eine Zero Waste – Gruppe handelt in welcher Zero Waste Themen behandelt werden. Einige Veganer hatten aber immer wieder ihr Unverständnis gegenüber den Fleischkonsumenten geäußert (tlw. auch mit Bel(k)ehrungen), da diese davon überzeugen wollten, dass Zero Waste und Veganismus sich gegenseitig einschließen, wenn man ein verstärktes Verständnis für den Umweltschutz aufbringen möchte.

Kurze Erklärung zu Zero Waste und Veganismus


1. Zero Waste (engl. für ‚Null Abfall‘ oder ‚kein Verlust‘) ist mittlerweile ein relativ bekannter Begriff, denn bei der Zero Waste Bewegung geht es, wie der Name schon sagt, darum keinen Abfall zu produzieren.

Die Motive sind z.B. Umweltschutz, Klimatschutz, Gesundheit und Tierschutz (wie z.B. Plastik in den Weltmeeren). Primär geht es darum seinen eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.

2. Beim Veganismus handelt es sich um eine Lebens- und Ernährungsweise, bei welcher auf Nahrungsmittel tierischen Ursprungs verzichtet wird. Veganer achten auch beim Konsum von Warengütern (z.B. Kleidung) darauf, dass diese frei von Tierprodukten sind und ohne Tierversuche hergestellt wurden.

Die Motive dazu können z.B. sein: Tierschutz, Klimaschutz, Umweltschutz, Gesundheit, regligiöse Ansätze usw.. Vordergründig geht es aber sicherlich um den Tierschutz.

Was erkennen wir? Es sind zwei grundsätzlich unterschiedliche Ansätze um die Problematiken dieser Welt in den Angriff zu nehmen, aber die Motive dafür überschneiden sich sehr wohl. Das klingt doch gut, also muss das eine das andere nicht ausschließen!

Muss man nun als Zero Waster auch vegan leben?

Ich lebe zwar selbst seit kurzer Zeit vegan und versuche so gut es geht auch müll-frei zu leben, aber die Kritik welche einige gegenüber Menschen äußern die nicht beide Lebensweisen kombinieren ist einfach übertrieben. Es gibt noch einiges mehr das jeder von uns machen könnte, um ein absolut nachhaltiges Leben zu führen. Z.B. was ist mit Fliegen? Zero Waste zu leben ist ein toller Schritt, vegan zu leben ebenso, es zu kombinieren ist total gut!

Meiner Meinung nach haben auch nicht vegan lebenden Zero Wastler sehr wohl erkannt, dass wahlloser Konsum von tierischen Produkten den ökologischen Fußabdruck nicht verringern. Meist ist es doch eher so, dass sie sich wirklich Gedanken machen, wie sie ihren Konsum herunterschrauben und leben oft schon als Vegetarier oder eben als Flexitarier. Ich finde das vertretbar, denn unser Problem auf dieser Erde sind nicht Menschen, die bewusst konsumieren, sondern eben diese die es unbewusst machen und denen alles egal ist.

Da ich erst seit kurzem auf 100 % vegan umgestellt habe, weiß ich auch, wie schwierig es ist seine Verhaltensweisen zu durchbrechen und neue Wege zu finden. Schritt für Schritt ändere ich mein Leben, um meinen ökologischen Fußabdruck immer mehr zu verkleinern. Am Ende sind wir doch alle froh darüber, dass sich jemand, außer uns selbst, auch Gedanken zu unserer Umwelt macht und sich bemüht sich zu verändern. Wie jeder seine Schritte geht ist dabei nicht vordergründig und schon gar nicht ist es akzeptabel Menschen, welche im gleichen Boot sitzen, zu kritisieren!

 Am Ende soll jeder das tun, für was sein Herz schlägt. Müllvermeidung, Tierschutz, Umweltschutz, usw.! Geht alles zusammen, muss aber nicht!

Lasst uns also gemeinsam die Probleme der Welt angehen! Ich weiß, es ist nicht immer einfach, manchmal möchte ich auch die Menschen so lange rütteln, bis sie endlich verstehen und handeln. Aus eigener Erfahrung, weil ich auch mal als hochmotiviert Erleuchtete 😀 begonnen habe. Bekehrung hilft garnicht, das verschreckt eher! Bleibt locker und lebt das was ihr für richtig haltet.

Um die Facebook Gruppe noch einmal anzusprechen. Ich weiß es ist manchmal schwer das eine von anderem zu trennen, aber in den verschiedenen Gruppen ist es öfter so, dass die Admins nicht einverstanden sind, wenn andere Themen mit einbezogen werden. Jeder Admin macht seine Regeln, also mach du doch deine eigenen, wenn du nicht einverstanden bist. Gründe eine eigene Gruppe 😉 —> z.B. Zero Waste & Veganismus

1. WORLD PROBLEM SOLVED!

Also seid immer schön lieb zueinander <3

Stefanie*

 

 

 

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Stefanie Verfasst von:

Hi, ich bin Stefanie und blogge auf Alt trifft Neu über Upcycling und Green Lifestyle, dem nachhaltigen Lebensstil. Ich freue mich, dich auf meine Reise mitzunehmen.

6 Comments

  1. Hallo Stefanie,

    danke für Deinen Artikel.
    Ich beschäftige mich aktuell wieder mit dem Thema Plastikreduzierung und weiß daher (Du schreibst es ja auch), wie schwer es ist, seine Gewohnheiten zu verändern. Natürlich wäre es am effiktivsten, wenn man vom einen Tag auf den anderen keinen Plastikschrott mehr kauft, kein Fleisch mehr isst, kein Auto mehr fährt, keinen Müll mehr produziert. Aber so einfach funktioniert es eben nicht (zumindest nicht bei den meisten Menschen). Schritt für Schritt geht es in die richtige Richtung und zwar in die Richtung, die man selbst als richtig erachtet.
    Wichtig ist es nur, überhaupt den ersten Schritt zu gehen.

    Viele Grüße von Tanja

    • Oktober 25
      Reply

      Absolut, danke für deinen Kommentar.

      Ich glaube auch, dass man erstmal für sich selbst erkennen muss, dass es einen Handlungsbedarf gibt, der so dringend ist, dass man seine Gewohnheiten auch ändern möchte. Das ist mal ein Schritt. Ein weiterer ist dann die Umsetzung. Mir passiert es z.B. immer und immer wieder, dass ich in einer Bar vergesse zu sagen, dass ich keinen Strohhalm möchte. Manchmal sind es auch ganz kleine Dinge, die lange in der Umsetzung brauchen…

  2. Oktober 21
    Reply

    Hallo Stefanie,

    sehr gut geschrieben und auf den Punkt gebracht. Ich hoffe, dass viele diesen Beitrag lesen.

    Liebe Grüße
    Anja

    • Oktober 21
      Reply

      Danke dir Anja. Ich hoffe auch, dass alle mal wieder klar kommen und miteinander sind und nicht gegeneinander.
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
      Stefanie*

  3. Aliena
    Oktober 20
    Reply

    Ganz genau. Jeder soll in kleinen Schritten seinen nachhaltigen Weg gehen. Ob das Müllvermeidung ist oder eben der Tierschutz. Alles braucht seine Zeit.

    Liebe Grüße

    • Stefanie
      Oktober 20
      Reply

      Danke. Genau so sehe ich das eben auch. Verschwendete Energie, wenn man so arg ist.

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