Nick Olson & Lilah Horwitz ÖkoHaus aus recycelten Fenstern

Mein Studium der Architektur liegt jetzt einige Jahre zurück und ich bin in meinem realen Leben kein Architekt geworden, das hat sich vor allem deswegen ergeben, da ich mit kommerzieller Architektur nicht viel anfangen kann. Ist mir einfach alles zu groß, zu viel und irgendwie zu langweilig. Ich bin frei denkend und könnte mich im Architektur-Alltag niemals verwirklichen. Das wäre frustrierend.

Also habe ich dieses Thema zumindest beruflich auf die Seite gelegt. Jedoch habe ich schon noch einen Traum von Architektur und der liegt in der alternativen Architektur. Hausboote, Baumhäuser, Earthships und eben auch solche Häuser, die aus Nichts geschaffen wurden. Genau solch ein Haus möchte ich heute vorstellen.

Das ÖkoHaus aus recycelten Fenstern

Immer wieder stolpere ich über das Werk des Fotografen Nick Olson und der Designerin Lilah Horwitz. Ein Haus aus recycelten Fenstern, welches sie in den Wäldern von West Virginia (USA) selbst gebaut haben. Abseits von der großen Stadt, ein Rückzugsort, aber auch eine Lebensweise, welche die beiden vereinen. Und weil ich so von diesem Werk fasziniert bin, will ich das mit euch teilen!

Die Idee ein kleines Haus zu haben, von welchen man den Sonnenuntergang aus sehen kann, hatten die beiden schon sehr früh. Nachdem dies nicht nur ein Traum bleiben sollte, ergriffen sie die Chance und sammelten fleißig alles was man für so ein Haus benötigt, verbrachten viel Zeit in Bibliotheken um zu lernen, auf was es bei so einem Hausbau ankommt und fertigten Zeichnungen. Schon bald darauf fingen sie an auf dem Land seiner Familie genau dies zu verwirklichen, sie bauten ein ÖkoHaus.

Photo von lilahorowitz.com
Photo von lilahorowitz.com

Die Kosten des Ökohauses

Ein Hausbau ist nicht günstig, das wissen wir. Der Grund und Boden kostet, das Material kostet, ggf. Einrichtung etc. Alles Kosten die man überschlagen und auch haben muss. Es ist daher unglaublich, dass dieses Haus lediglich 500,00 $ (rd. 450 €) gekostet hat. Gut, sie haben für das Grundstück nichts bezahlen müssen, da dies sie das von Nicks Familie erhalten haben, aber ein ganzes Haus für diesen Preis zu bauen ist schon genial.

Wie haben sie das also geschafft? Na, wie weiter oben bereits erwähnt. Sie sammelten, wahrscheinlich über Monate hinweg, alles was sie für den Hausbau gebrauchen konnten. Das ÖkoHaus ist sicherlich kein Luxus, aber hat alles rudimentäre, das man zum einfachen Leben braucht.

Photos von ompomhappy.com

Das ÖkoHaus hat alles was man zum Leben braucht. Eben weil jedes Möbelstück auch selbst gebaut wurde, verleiht es dem Ganzen etwas magisches. Die Details sind umwerfend schön und durch die Fenster Fassade ist das Gebäude natürlich belichtet und die Sonnenuntergänge müssen von dort aus traumhaft sein.

Kreativität und Freiheit

Das kreative Pärchen hat sich mit diesem Haus wohl einen großen Traum erfüllt und sie haben sich gleichzeitig viel Freiheit geschaffen. Die Freiheit mit wenig viel zu erreichen und nicht dem Leistungsdruck der Gesellschaft zu unterliegen. In dem Haus können sie die nötige Ruhe führ genug Kreativität finden. Kreativität um gemeinsame Projekte zu realisieren oder aber um eigene Projekte zu verwirklichen.

Nick Olson & Lilah Horwitz

Natürlich müssen auch Nick Olson und Lilah Horwitz von irgendetwas Leben und das tun sie als Künstler. Nick ist zeitgenössischer Photograph, Lilah ist Designerin von Kleidung und ist Keramikerin (zu Lilahs Webseite geht es hier lang).

contemporary Photographer Nick Olson

Creative Designer Lilah Horwitz
Photos von ompomhappy.com

 

Dokumentarfilm von Half Cut Tea

Half Cut Tea ist ein Projekt von einem zwei-Personen-Team. Sie halten immer Ausschau nach Künstlern und erstellen kurze Dokumentarfilme über diese. Um einen persönlicheren Einblick zu dem Haus und Nick Olson sowie Lilah Horwitz zu erhalten, lohnt sich ein Blick in diesen Film.

Träume leben, einfach so!

Man kann es sich denken, ich bin Fan von diesem wunderbaren Haus und begeistert von Nick und Lilahs Lebensstil und ihren Werten. Es scheint als hätten sie sich gesucht und gefunden, um ihren Träumen Leben zu geben. Einfach großartig.

Mal sehen, was ich noch alles auf die Beine stellen werde. Gerade bin ich an Kleinigkeiten in unserer Wohnung dran, aber ich hätte auch nichts dagegen ein größeres Projekt anzugehen. Ein kleiner Traum von mir ist in den nächsten Jahren mit einem Van (vielleicht selbst ausgebaut) durch die Landen zu ziehen.

Wie findest Du das Projekt und was sind Deine Träume, die du noch verwirklichen möchtest? 

 

Liebe.Freiheit.Alles.

Stefanie‘

 

 

 

 

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Stefanie Verfasst von:

Hi, ich bin Stefanie und blogge auf Alt trifft Neu über Upcycling und Green Lifestyle, dem nachhaltigen Lebensstil. Ich freue mich, dich auf meine Reise mitzunehmen.

8 Comments

  1. Wow, das ist wirklich beeindruckend und wunderschön. Einfach genial, sein Haus aus alten Fenstern zu bauen.

    • November 8
      Reply

      Allgemein aus alten Gegenständen etwas neues zu gestalten ist super. Ich bin auch begeistert 🙂

  2. November 8
    Reply

    Das Haus sieht echt toll aus. Ich träume auch von einem besonderen Haus. Es soll etwas angelehnt sein an die Hobbit-Häuser von HdR, auf jeden Fall muss es einen Garten haben mit Platz für ein paar Hühner und Wachteln.

    • November 8
      Reply

      Oh das klingt auch toll. Ja sowas könnte ich mir für die Zukunft auch vorstellen 🙂
      Schöner Plan!

  3. Aliena
    November 5
    Reply

    Wieder so ein toller Beitrag. Auf deinem Blog gibt es immer eine Menge zu entdecken. Danke dafür ☺️

    Grüße, Aliena

    • November 5
      Reply

      Vielen lieben Dank. Das freut mich sehr, dann bin ich auf dem richtigen Weg 😊

  4. November 5
    Reply

    Woooow da würde ich auch sofort einziehen. Mein Schwiegervater ist auch so ein kleiner Sammler. Er hatte mal eine Raumausstatter Firma- da er jetzt aber in Pension ist, blieb einfach viel ürbig. Als er seine Wohnung umbaute hat er so ca 70% alte Materialien benutzt. Alte Tischplatten, ein Geländergitter usw. So kreativ wäre ich auch gerne 😛

    • November 5
      Reply

      Ach echt? Genial der Opa. Musst du mal dokumentieren und Fotos zeigen. Hier in Berlin gibt es einige Projekte, die das ähnlich gemacht haben. Einfach toll sowas.

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