Stiftung Warentest – Upcycling im Test

Stiftung Warentest hat also Upcycling mal richtig unter die Lupe genommen und getestet? Neee… haben sie nicht, aber… sie haben einen Bericht über Upcycling geschrieben. In diesem Bericht geht es Hauptsächlich um Textilien.

Stiftung Warentest berichtet also darüber, wie Upcycling- bzw. Recyclingmode entsteht, wie diese verwertet werden und wer die Anbieter auf dem Markt sind. Dabei gibt es neben den großen Ketten, die ihr Image damit aufpolieren, eben auch um die kleinen idealistischen Unternehmen. Die großen Unternehmen verwenden immer öfter mal recycelten Kunststoffgarn (z.B. aus PET-Flaschen). Dagegen wird das Altkleidersammeln von Firmen eher kritisiert, da letztendlich von diesen Altkleidern ein mega kleiner Bruchteil überhaupt für neue Textilien verwendet wird. Das meiste der Altkleider geht in Secondhandkleidung über! Das ist ein Riesen Business! Es macht daher wenig Sinn, die alte, ungewollte Kleidung zu einer Altkleidersammlung (z.B. Altkleidercontainer) zu bringen.

Andreas Vogt vom Dachverbands Fahrwertung sagt:

„Rück­nahme­systeme geben vor, den Müll­berg verkleinern zu wollen, animieren aber die Kunden durch Rabatt­aktionen zum Kauf weiterer Kleidung. Das ist ein Wider­spruch in sich.“
Kreislauf Textilwaren (Quelle: Test.de)
Stiftung Warentest: Kreislauf Textilwaren (Quelle: Test.de)

 

Stiftung Warentest äußert sich auch zu den Vor- und Nachteilen von recycelten Textilien. Z.B. ist Recyclingbaumwolle ökonomisch nicht wirklich ansprechend für die Industrie, da konventionelle Baumwolle nur wenig teurer ist. Ökologisch betrachtet haben recycelte Textilien jedoch einen großen Mehrwert, da diese bei der Verarbeitung kein Wasser, keine Pestizide und weniger Energie verbrauchen. Eine noch bessere Ökobilanz hat jedoch das Upcycling von Textilien. Jedoch scheint dies nur eine Nische auf dem Massenmarkt zu sein, da Upcycling Grenzen gesetzt sind. Will man auf dem Massenmarkt mitspielen, ist es irgendwann schwierig an genug Rohmaterial zu kommen.

 

Upcycling ist also nicht massenfähig?! Muss es das denn?

 

Ich finde den Bericht von Stiftung Warentest objektiv gesehen gut, da er auch einige kritische Betrachtungsweisen enthält. Das Upcycling nicht massenfähig ist, ist für mich nicht weiter schlimm, denn am Ende soll ja auch für Upcycling kein Rohmaterial kreuz und quer über die ganze Erde verfrachtet werden, nur damit große Konzerne teil haben können. Das macht nun wirklich keinen Sinn. Upcycling sollte meiner Meinung nach Regional stattfinden, mit Rohmaterialien die vor Ort anfallen und nicht die Materialien aus Übersee! Auch sollten für Upcycling nicht extra Materialien gekauft werden, nur damit sie im Nachhinein dann verarbeitet werden können. Ich kann es auch gerade so vertreten, wenn Upcyclingstücke aus anderen Ländern (z.b. Dritte-Welt-Länder) bei uns verkauft werden! Upcyclingstücke sind Unikate und somit schon mal von vornherein nicht für den Massenmarkt bestimmt! Wer damit das große Geld verdienen mag, hat den Schuss wohl nicht gehört und damit meine ich nicht die Upcycling-Designer, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten, sondern Großkonzerne, die nur den Profit im Vordergrund stehen haben. Upcycling hat etwas mit Nachhaltigkeit und Verantwortung zu tun, Geld zu verdienen ist dabei zweitrangig.

Die beste Aussage des Berichts ist wunderbar, denn “ökologischer als jedes Up- und Recycling ist es, eine Jeans nicht jedes Jahr durch eine neue zu ersetzen”. Somit ist wohl auch klar, dass wir unser Konsumverhalten im Allgemeinen einfach mal überdenken sollten. Dabei mag ich die minimalistische Lebensweise sehr gerne. Wenig Besitzen und mehr Freiheit leben. Ich lebe das immer mehr, auch wenn ich mich sicher noch nicht als Minimalist sehe, jedoch habe ich mein Konsumverhalten stark geändert. Ich kaufe kaum Neues ein, ich versuche Plastik weitestgehend zu vermeiden bzw. auch wenig Müll zu produzieren und zuletzt habe ich auch mein Essverhalten verändert. Und so wie es aussieht, wird mein Leben Schritt für Schritt freier! Weniger ist eben mehr!

 

Bitte umbedingt nachmachen !!!!

minimalistische Grüße vom Sternchen 😉
Stefanie Verfasst von:

Hi, ich bin Stefanie und blogge auf Alt trifft Neu über Upcycling und Green Lifestyle, dem nachhaltigen Lebensstil. Ich freue mich, dich auf meine Reise mitzunehmen.

4 Kommentare

  1. Mai 25
    Antworten

    ich suche Möbel-Upcycler
    Fast alle Sperrmüll-Möbel werden verbrannt, davor versuchen wir mit WeiterGeben.org, quasi als Interessenvertretung, die Altmöbel zu bewahren.
    Deshalb interessieren mich die Wünsche und Ideen der Möbel-Upcycler
    bitte meldet euch !

    • Ach das ist ja toll, ich schreibe dir eine Mail, dann können wir mal quatschen 🙂

  2. April 1
    Antworten

    Danke für deine tolle Zusammenfassung. Da passte doch, dass in der kommenden Aprilwoche die Fashion Revolution Woche ansteht. ❤️

    • Sternchen
      April 1
      Antworten

      oh das ist ja interessant. Wenn es dazu ein Event gibt, sag Bescheid! Ich bin dabei 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.