Interview | Upcycling: Meyburg Taschen

Wenn man über unsere Erde, Umwelt und alle Lebewesen nachdenkt, erkennt man mit wachem Verstand sehr schnell, dass wir viel zu viel nehmen und kaum geben. Es scheint, als solle man sich alles immer neu kaufen… unter welchen Zuständen die meisten Produkte dabei hergestellt werden, wird ausgeblendet. Umso schöner finde ich es, dass es Menschen wie z.B. Rut Meyburg gibt 🙂

Ich traf Rut und ihre wunderbaren Taschen auf einem Design-Markt in der Neuen Heimat in Berlin. Sie verwendet vor allem altes Leder und gibt ihm neues Leben !!! <3 Das finde ich toll und deshalb gibt es heute ….

 

…10 Fragen an: 

 Meyburg Taschen

1. Wer bist du? Stell dich kurz vor…

Nach meinem Architekturstudium in Hamburg bin ich nach Barcelona gegangen, hier sind auch meine beiden Kinder zur Welt gekommen. Nach ein paar Jahren Arbeit in verschiedenen Architekturbüros machte ich mich schließlich mit zwei Partnern selbständig, neben Holzspielzeugen haben wir Steckmöbel und Einrichtungen für Kindergärten entworfen. Bei den Projekten fiel mir eine alte Adler-Industrie-Nähmaschine in die Hände. Wieder in Berlin angekommen begann ich, mit einer Lederjacke vom Trödler und meiner Adler herumzuexperimentieren, sie war das erste Upcycling-Versuchsobjekt und der Anfang von Meyburg Taschen.

 

2. Beschreibe dein Projekt, stell es kurz vor….

Ledertaschen mit Vorgeschichte:
Leder ist ein natürliches Material, auf dem das Leben Spuren hinterlässt – wie die Patina auf altem Holz.
Jede Meyburg Tasche hat ihre eigene Geschichte und war zuvor ein Sessel, ein Sofa oder eine Lederjacke. Gerne verwende ich auch Zeltstoffe oder Hängematten, alte Ledergürtel oder Packriemen werden zu Trägern umgearbeitet. Die Patina und Gebrauchsspuren verleihen den sehr schlichten Meyburg Taschen ihren eigenen Charme. Jede Tasche wird in Handarbeit in Berlin gefertigt und ist ein Unikat.

 

3. Wie bist du  zu deinem Projekt gekommen?

In Finnland bin ich auf Upcyclingprodukte von sehr schöner Qualität gestossen, so etwas wollte ich auch produzieren! Meine Diplomarbeit im Studium war die Umnutzung eines alten Gebäudes zu einer Musikhochschule; Im Privaten habe ich seit jeher Kleidung aus alten Stoffen genäht oder alte Möbel aufgearbeitet. Durch die Adler-Ledernähmaschine begann ich schließlich, Taschen aus recyceltem Leder zu produzieren.

 

4. Mit welchen Materialien arbeitest du?

Hauptsächlich mit Leder aus ausrangierten Sofas, aber auch mit alten Gürteln und gebrauchten Stoffen.

 

5. Woher beziehst du deine Materialien?

Ich suche über Anzeigen Sofas, die zu verschenken oder kaputt sind. Gelegentlich bekomme ich auch eines geschenkt, mit dem Wunsch, daraus eine Tasche als Erinnerungsstück zu bekommen.

 

6. Was bedeutet für dich Nachhaltigkeit?

Auf der einen Seite eine Notwendigkeit, um die Umwelt zu schützen, andererseits haben alte Dinge eine eigene Vorgeschichte und oft eine wunderbare Qualität.

 

7. Kannst du von deinem Projekt leben?

Leider noch nicht…ich arbeite dran!

 

8. Wo findet man dich? (Internet, Messen, Laden, etc.)

In mehreren Geschäften in Berlin (Koko Schultz & Freunde und Zebra Club) und Hamburg (Nymphenfieber)…und ab Winter 2015 in meinem eigenen Laden in der Barbarossastraße 5 in Berlin-Schöneberg!

 

9. Was wünscht du dir für die Zukunft?

Erfolg für meinen Laden und viele neue Upcyclingideen 🙂

 

10. Was wolltest du schon immer mal machen?

Mir ein Paar Lederschuhe nähen!

 

  • Meyburg Tasche

 

Wenn ihr nun auf den Geschmack gekommen seid findet ihr Meyburg hier:

 

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Stefanie Verfasst von:

Hi, ich bin Stefanie und blogge auf Alt trifft Neu über Upcycling und Green Lifestyle, dem nachhaltigen Lebensstil. Ich freue mich, dich auf meine Reise mitzunehmen.

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