Zero Waste – Start in ein müllfreies Leben

Zero Waste bedeutet, keinen Müll zu erzeugen bzw. ein müllfreies Leben zu leben, das ist bei mir aktuell ein großes Thema! Ich mache mir seit längerem Gedanken darüber wieviel Müll ich produziere und wie ich Müll möglichst vermeiden kann. Gar nicht so einfach, wenn man zeitlebens, ohne darüber nachzudenken, Müll produziert hat! Ich habe immer fleißig den Müll getrennt! Damit war dann das Thema Müll auch befriedigend für mich abgeschlossen. Plötzlich war es aber anders und mein Interesse änderte sich. Also fing ich an einige Dinge in meinem Leben zu ändern. Berichte wie die, dass wir Deutschen Meister der Müllproduktion (z.B. von der Welt) geben mir noch mehr Gründe und dringenden Handlungsbedarf. Ganz schön erschreckend, wie unser Müll in den letzten Jahren angestiegen ist. Onlineversandhandel Jucheeee… 🙁

Wieviel Plastik habe ich eigentlich zuhause?

Erstmal, wieviel Plastik habe ich eigentlich zuhause? Nicht nur gefühlt zuviel! Schaut euch mal bei euch um, es ist echt beängstigend, dass man alles, wirklich alles nur noch in einer Plastikverpackung zu kaufen bekommt! Ein sehr wertvoller Film zum Thema Plastik ist auch Plastic Planet. Hier der Trailer:

Ich habe mit den kleinen Dingen begonnen und versuche mich immer mehr in diese Themen einzuleben und in diesem Sinne auch neu zu erleben! Zero Waste ist noch ein weiter Weg, aber ich ändere mein Verhalten im täglichen Leben. Ich folge zu diesem Thema Gruppen auf FBlogs und Berichten über Minimalismus und Zero Waste. Es ist spannend die Motive zu lesen und zu verfolgen. Am Besten jedoch finde ich, die vielen guten Tipps, die sich durch gute Tutorials super einfach umsetzen lassen.

Müllfreies Leben, kann ich das schaffen?

Am liebsten wäre es mir natürlich, wenn ich und meine Mitmenschen keinen Müll mehr produzieren würden und alle nach dem Cradle to Cradle – Prinzip leben würden. Das würde unserer schönen Erde unheimlich gut tun und wir müssten sie ihrer Rohstoffe nicht mehr berauben. Bis dahin aber versuche ich meinem Gefühl zu folgen und dass heißt, dass ich meinen Müll um das maximale verringern möchte!

Angefangen habe ich ganz klein und das war letztendlich mit meinem Interesse für Upcycling, dass für sich selbst schon gegen die Wegwerfgesellschaft steht. Letztes Jahr habe ich das aller erste Mal meinen Balkon mit ein paar Kräuter- und Gemüsesorten bepflanz. Ganz klein, aber fein! Und hey, es hat sich herausgestellt, dass ich vielleicht doch einen grünen Daumen habe! Juhuuuu…

Weiter versuche ich, keine Plastikverpackungen mehr zu kaufen. Dazu muss man sicher ein wenig mehr Aufwand betreiben und nicht nur in einem Supermarkt einkaufen gehen. Es bleibt nicht aus, dass man verschiede Lokalitäten dafür aufsuchen muss! Ich stresse mich da nicht und gehe nicht alles an einem Tag an, sondern verteile das auf verschiedene Tage, denn eigentlich mag ich einkaufen nicht wirklich! Das war aber mal anders, vor allem beim Kleiderkauf! Heute ertrage ich es nicht mehr längere Zeit in einem Shop zu verbringen, also lass ich es und beschränke mich auf das Nötigste. Das geht dann einher mit dem Verzicht üben, denn wir brauchen all das gar nicht, was uns so von den Medien und anderem anerzogen wurde. Sobald man das einmal durchschaut hat, macht Verzichten einfach nur frei!

Verzichten Spaß und vor allem FREI! Mein neues müllfreies Leben

Eine schöne Alternative zum Supermarkt sind auch die ‘Verpackungsfreien Läden’, welche das Prinzip Zero Waste verfolgen. Mittlerweile gibt es einige davon in ganz Deutschland. Einer der ersten ist hier in Berlin eröffnet worden (Original Unverpackt). Super Laden! Man bringt einfach seine eigenen Behälter mit und füllt diese dann mit den Lebensmitteln auf, die man braucht! Nachdem der gute Jutebeutel trendig wurde, war er auch immer beim Einkauf dabei. Es freut mich natürlich auch sehr der neueste Trend, dass Plastiktüten nach und nach aus den Läden verschwinden!

Sobald etwas in meinem Haushalt aus- oder kaputtgeht, suche ich nach Alternativen. Ich trinke so gerne aus Strohhalmen und habe mir dazu einen Bambusstrohhalm zugelegt! Auch den Kaffee (to go) trinke ich aus meinem eigenen Becher. Gleiches mache ich mit meinem Wasser für unterwegs. Ich trinke hauptsächlich gefiltertes Leitungswasser, welches ich in eine Flasche fülle. Perfekt! Biomüll, ist für mich kein Müll. Außer wenn Lebensmittel weggeschmissen werden, die eigentlich noch verwertbar gewesen wären. Das ist ein großes No-Go!

Ich benutze keine Frischhaltefolie mehr, sondern habe wiederverwendbare Alternative. Ebenso halte ich es mit dem Backpapier! Im Hygienebereich konnte ich schon auf einen MenCup umstellen. Ein wahrhaftiger Erfolg für den eigenen Körper!! Und beim letzten Zahnbürstenkauf habe ich auf die Plastikbürste verzichtet und zur Bambusbürste gegriffen.

Das klingt jetzt alles nach noch nicht sehr viel, aber ich versuche nach und nach meinen Haushalt und mein Leben so zu gestalten, dass ich immer weniger Müll produzieren werde und ein müllfreies Leben leben kann.

Wie möchte ich meinem Ziel Zero Waste zu leben näher kommen?

Es gibt so viele Dinge, die man selbst machen kann. Da gibt es von Waschmittel, Shampoo über Toilettenpapier einfach alles. Mal sehen, wie ich mit all dem umgehen werde und inwieweit ich mich wirklich umstellen werde! Im Arbeitsalltag sehe ich da noch große Schwierigkeiten, eine der größeren Herausforderungen! Ich habe jedenfalls einen großen Willen die Welt positiv zu verändern und da sollte man mit positiven Beispiel voran gehen.

Mein Tipp für alle, die etwas in ihrem Leben verändern möchten: Setz dich nicht unter Druck, Veränderungen brauchen Zeit, also gebe dir die nötige Zeit!

Ich werde weiter über meine Zero Waste Fortschritte berichten. Wenn der ein oder andere von euch gute Tipps und Vorschläge für mich hat, immer her damit!

Stefanie*

Stefanie Verfasst von:

Hi, ich bin Stefanie und blogge auf Alt trifft Neu über Upcycling und Green Lifestyle, dem nachhaltigen Lebensstil. Ich freue mich, dich auf meine Reise mitzunehmen.

4 Kommentare

  1. August 18
    Antworten

    Hallo Sternchen!
    Ich habe diesen Artikel mit Begeisterung gelesen, bin ich doch selbst dabei, endlich meinen Haushalt auf Zero Waste umzustellen. Das dauert zwar alles eine Weile und ist auch mit einigen Rückschlägen verbunden (zum Beispiel, wenn man mal irgendwas bestellen muss und das dann in hunderttausend Plastikverpackungen geliefert wird), aber es lohnt sich definitiv!
    Wir sind im Zuge des Umstiegs auch mehrfach durch unser Haus gezirkelt und haben bereits viele Dinge, die eigentlich nur herumstanden und überflüssig sind, verkauft, verschenkt oder gespendet – und noch immer gehe ich mindestens ein Mal pro Woche mit einem vollen Beutel an Dingen, die wir nicht mehr brauchen, hinaus und gebe ihn bei der Tafel oder beim Roten Kreuz ab. So tut man unglaublich viel für sich selbst und für seine Mitmenschen – was ein ganz wunderbares Gefühl ist. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Sternchen
      August 18
      Antworten

      Hallo Jenni,
      wunderbar 🙂 Es ist erstaunlich wieviel man eigentlich gar nicht braucht. Ich bin auch immer wieder am aussortieren. Wir wohnen ja neben einer Notunterkunft für Flüchtlinge, da können wir auch alles abgeben, was nicht mehr benötigt wird. Einmal im Jahr, wenn genügend zusammen kommt, mache ich auch einen Flohmarkt. Ich bin auch schon ein ganzes Stück weiter gekommen, um meinen Müll weiterhin zu verringern, aber dazu in einem bald kommenden Beitrag 🙂

      Liebe Grüße aus Berlin, Sternchen

  2. Hallo
    Plastik Planet ist ein super Film, haben ihn zusammen mit unseren Kindern geschaut und dann als Familie beschlossen was zu verändern.
    Liebe Grüße
    Desiree

    • Sternchen
      Juni 2
      Antworten

      Yay, ein sehr guter Film und es gibt noch soviele mehr… Kennst du schon ‘Garbage Warrior’? Da auch irgendwie Architektin bin, ist dieser Film für mich ein Highlight.

      Liebe Grüße, Sternchen

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