Digitaler CO2 Fußabdruck

Digitaler CO2 Fußabdruck? Wir reden alle immer von CO2 Emissionen und betrachten dabei meist nur unseren eigenen oder aber den unseres Landes. Was ist also ein digitaler CO2 Fußabdruck und warum ist es gerade umso wichtiger auch auf diesen nicht zu vernachlässigen? Ganz einfach, die Nutzung von Technologie hat eben auch Einfluss auf unsere Umwelt.

Carbon Footprint

Foto von inhabitat.com

Was ist ein digitaler CO2 Fußabdruck?

Eine E-Mail senden, ein Kommentar auf Social Media erstellen, ein Bild auf Instagram liken oder aber eine Serie auf Netflix ansehen, das sind keine Handlungen, die wir normalerweise mit Umweltschäden in Verbindung bringen, aber in Wirklichkeit haben sie alle einen erheblichen Einfluss. Was ist also ein digitaler CO2 Fußabdruck? Und machen unsere technologischen Gewohnheiten die Dinge für unseren Planeten wirklich noch schlimmer? Leider sieht es so aus!

Wenn wir daran denken, der Umwelt zu helfen. tun wir das indem wir z. B. das Licht auszuschalten und den Stecker aus der Steckdose zu ziehen. Wir denken eher daran, als uns bei Facebook & Co. abzumelden – aber es ist auch unsere zunehmende Nutzung digitaler Technologien, welche von Rechenzentren angetrieben werden, die zu den globalen Treibhausgasemissionen beitragen. Das bedeutet dann auch, dass die häufige Nutzung unserer Smartphones, Laptops und Tablets etwa vier Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verursachen. (Dies ist erstaunlicherweise fast die gleiche Rate wie bei Flugreisen).

unsichtbarer Datentransfer

Auch wenn wir Datentransfer als “unsichtbar” betrachten, erfordert das Hochladen von Dateien Energie, um diese Dateien auf die Rechenzentren zu senden. Diese Energie bedeutet wiederum, dass CO2 freigegeben wird. Derzeit gibt es zu diesem Problem zwar schon Lösungsansätze, aber bis zu uns ist kaum etwas durchgedrungen. Wir trennen Müll, reduzieren Müll, achten darauf kein Wasser zu verschwenden, kaufen regional und saisonal und nutzen gleichzeitig mehr und mehr Technologien. Es scheint als müssten wir auch hier selbst Maßnahmen ergreifen, um unseren eigenen digitalen CO2-Fußabdruck zu reduzieren.

Digitalen CO2 Emissionen reduzieren, aber wie?

Damit Du weißt, wo Du anfangen kannst, findest Du hier eine Aufschlüsselung, wie sich einige unserer häufigsten Online-Verhaltensweisen zusammensetzen. Es könnte Dir dabei helfen, herauszufinden, wo Du Einsparungen vornehmen könntest. Wenn es darum geht, unseren CO2-Fußabdruck zu reduzieren, hilft jedes kleine bisschen – ob online oder offline.

Nutzung des Internes

Sei dir bewusst, dass die Nutzung des Internets CO2 verursacht. Jeder klick, jeder Besuch auf einer Webseite, jedes Teilen von eines Tweets verursacht CO2. Auf der Seite Tweet farts lässt sich der CO2 Fußabdruck von Hashtags messen. Dort wird auch beschrieben, dass die benötigte Energie, um einen Tweet zu senden, 0,02 Gramm CO2 erzeugt. Bei 500 Millionen Tweets, die täglich gesendet werden, werden insgesamt 10 Tonnen CO2 pro Tag ausgestoßen.

Tweet Farts

Serien oder Filme streamen

Video-Streaming ist eine echte CO2-Schleuder. Laut des The Shift Projects erzeugte Video-Streaming in 2018 mehr als 300 Millionen Tonnen CO2, das sind ca. 1% der weltweiten Emissionen.

Das Projekt zeigt auch auf, wie sich das Streaming zusammensetzt:

  • 34 Prozent Video-on-Demand-Services: Seiten wie Amazon Prime und Netflix verursachten über 100 Millionen Tonnen CO2-Equivalent.
  • 27 Prozent pornographische Videos: Diese führten 2018 zu 80 Millionen Tonnen CO2-Emissionen.
  • 21 Prozent Video-Plattformen wie YouTube
  • 18 Prozent „Andere“, beispielsweise Social Media Videos auf Facebook, Instagram und Snapchat
Video streaming

The Shift Project

Senden einer E-Mail

Laut der Washington Post zeigt Mike Berners-Lees Buch “How Bad are Bananas (Wie schlecht sind Bananen) von 2010: The Carbon Footprint of Everything” die CO2-Emissionen von E-Mails detailliert auf. Offenbar hat die durchschnittliche Spam-E-Mail einen Fußabdruck, der 0,3 Gramm CO2-Emissionen entspricht, während eine normale E-Mail einen Fußabdruck von 4 g CO2 verursacht. Eine E-Mail mit einem größeren Anhang kann einen CO2 Fußabdruck von 50 g CO2 erzeugen.

Emailing contributes to carbon emissions.

Grafik von The Rising

Beitragsbild Designed by rawpixel.com / Freepik

Stefanie Verfasst von:

Hi, ich bin Stefanie und blogge auf Alt trifft Neu über Upcycling und Green Lifestyle, dem nachhaltigen Lebensstil. Ich freue mich, dich auf meine Reise mitzunehmen.

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