Gutes Upcycling – Schechtes Upcycling

Upcycling ist ja eigentlich eine sehr gute Sache, denn Upcycling nimmt sich ein Stück den Problemen unserer, leider immer noch wachsenden, Überflussgesellschaft an!

Upcycling kann aber auch in die Kritik geraten, nämlich dann, wenn es sich um Materialien handelt, die in ihrer ursprünglichen Verwendung oder Verarbeitung mit toxischen Stoffen in Berührung gekommen sind. Nun, es gibt Material, welches wir bedenkenlos upcyceln können, dazu gehört eigentlich so gut wie alles, mit dem wir in den eigenen vier Wänden schon kontakt hatten bzw. was für den Indoor-Gebrauch einst hergestellt wurde oder aber in irgendeiner Weiße für den Konsum gedacht war.

Einige Beispiele hierfür gibt es z.B. in meinen Berichten:

DIY-Upcycling Schlüsselbrett

Easy-Upcycling: Backform wird Deko-Regal

Kronkorken Upcycling – stylischer Getränke-Untersetzer

Wichtig ist es also beim upcyceln, Materialien zu verwenden, welches im vorherigen Leben nicht gefährlich beeinflusst wurden.

Es gibt leider auch Material das augenscheinlich erstmal super geeignetes Material ist, aber bei einem zweiten Blick auch Gefahren mit sich bringen kann. Gesundheitliche sowie auch ökologische.

Was gibt es also zu beachten, um nicht sich und seiner Umgebung zu schaden?

Das einfachste ist wohl, sich zu überlegen, für welche Zwecke man das bestimmte Material verwenden möchte. Möglichkeiten gibt es viele, doch nicht jedes Material ist auch immer geeignet! Ein paar Beispiele die Probleme mit sich bringen können, sind z.B. Paltetten, Gummi, Reifen u.a.

Paletten

Eines der besten Beispiele sind Möbel aus Paletten. Sehr beliebt und sieht auch eigentlich immer ganz gut aus. ABER auch bei den Paletten gibt es Unterschiede und das nicht zu knapp!

Jedes dieser Paletten wird immer mit einem eingebrannten Stempel versehen, darauf steht u.a. das Herkunftsland und wie sie verarbeitet wurden. Steht dort also ein

HT = Heat Treatment

dann wurde die Palette wärmebehandelt, damit sie den Hygienevorschriften genügt. In Europa ist das Standard. Von allen anderen Kürzeln (z.B. MD = Methylbromid) sollte man die Finger lassen, denn diese wurden meist gegen Schädlinge mit Fungiziden und Pestiziden behandelt.

Also Vorsicht bei Paletten aus dem nicht EU-Ausland, diese sollten besser nicht verwendet werden.

Meine Empfehlung wäre, Palettenholz nicht für Möbel zu verbauen, mit welchen man täglich in Kontakt kommt. Denn am Ende stimmt vielleicht die Herkunft, aber woher soll man nun wissen was darauf transportiert wurde?!

Gummi / Reifen & Co.

Es gibt zahlreiche Upcycling-Varianten von alten LKW-Planen, Gummi-Fahrradschläuchen oder Gummi-Reifen. Alle sehen total gut aus, doch man sollte auch hier bedenken, dass diese Materialien vor allem in den Außenbereichen produziert wurden und sich daher Schadstoffe lösen können. Es gilt also Hautkontakt zu vermeiden und im Besten Falle diese Materialien wieder für den Außenbereich zu verwenden.

Wenn ich das Falsche perfekt mache, wird es nur perfekt falsch. (Michael Braungart)

Folgendes Beispiel aus eigenen Reihen, bei welchem ich die kleine Palette, auch wieder im Außenbereich verwendet habe, denn die Palette lag noch vom Vormieter auf dem Balkon und ich wusste nicht, was damit zuvor alles gemacht wurde. Für den Außenbereich war sie aber noch gut genug.

klappen + sparen + gewinnen

Also Augen auf beim Upcycling. Alles kann, nichts muss. Am Ende wird es aber immer gut…

Stefanie*

Stefanie Verfasst von:

Hi, ich bin Stefanie und blogge auf Alt trifft Neu über Upcycling und Green Lifestyle, dem nachhaltigen Lebensstil. Ich freue mich, dich auf meine Reise mitzunehmen.

2 Kommentare

  1. Maja
    Februar 9
    Antworten

    Hallo,

    die Argumentation “gutem” und “schlechten” Upcycling ist völlig falsch. Gutes Upcycling u.a. damit zu begründen, dass Produkte/Materialien zuvor im Innenbereich verwendet wurden, ist grundlegend falsch. Kaum ein hier aufgeführtes Beispiel wurde doch auf Gesundheitsaspekte hin beleuchtet bzw. bewertet.

    Darüber hinaus handelt es sich bei allen aufgeführten Beispielen um eine Weiterverwendung der Materialien bzw. Produkte (was im Kern nicht schlecht ist) und nicht um ein Upcycling!!!!

    • Sternchen
      Februar 9
      Antworten

      Hallo Maja,
      ich finde schon, dass es Unterschiede in der Verwendung von Materialien gibt, denn manche Materialien verbergen gesundheitliche Risiken und darauf wollte ich aufmerksam machen.

      Dass die aufgeführten Beispiele kein Upcycling sind, würde ich bestreiten. Für Upcycling gibt es keine grundlegend geschützte Regelung, soweit ich weiß.

      Ich denke dennoch, dass ich das richtige tue und auch mit diesem Beitrag einen positiven Aspekt geliefert habe. Am Ende geht es nicht darum, dass alles Perfekt ist, sondern darum, dass man den Nachhaltigkeitgedanken (Umweltschutz etc.) gut umsetzen konnte.

      Danke für deine Kritik, bei einem nächsten ähnlichen Thema, werde ich ein wenig mehr ins Detail gehen.

      Liebe Grüße, Sternchen*

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