Interview | Upcycling: Yuti Feiler

Eine Künstlerin, die ich sehr um ihre Arbeiten und ihrer Freigeistigkeit bewundere, ist Yuti Feiler.

Anders als bisher, habe ich das Interview bei einer leckeren Flasche Wein und einer wunderbaren Unterhaltung geführt. Ich habe Yuti vor einigen Jahren kennen lernen dürfen und bin sehr froh, sie für mein Interview gewonnen zu haben.

Vielen Dank an dieser Stelle an Yuti, für den schönen Abend mit vielen Fragen, Antworten und mehr <3

Yuti Feiler Photo by: Joachim Jung
Yuti Feiler / Photo by: Joachim Jung

Aber nun, lest selbst. 10 Fragen an Yuti Feiler:

 

1. Wer bist du? Stell dich kurz vor…

Ich bin Yuti und komme ursprünglich aus dem Schwarzwald.

Seit 1997 lebe ich in Berlin, bin Grafikdesignerin und spezialisiert auf Projektionen und Collagen.

2. Beschreibe dein Projekt, stell es kurz vor….

Ich möchte an dieser Stelle vor allem auf meine Collagen eingehen. Die analogen Collagen, nicht die, die am Computer entstehen.

Mein Sideprojekt ‘Plattenbauten’ besteht aus alten oder neuen Magazinen, welche auf Sperrholz ‘wooden boards’ geklebt sind. Das Format des Sperrholzes ist meist quadratisch und wird vollflächig verarbeitet. Alle Vorlagen aus den Magazinen werden analog, ohne Hilfsmittel, von Hand gerissen, oft unter Einsatz von begrenzter Zeit um vor allem intuitiv zu Erschaffen. Dies dient dazu, dass die Arbeiten ‘gedankenfrei’ entstehen können. Also meist intuitives Arbeiten, ohne Konzept… Dabei ergeben sich auch manchmal ungeplante Glücksfälle, sodass ganze Serien entstehen… Oftmals entsteht ein völlig neuer Kontext, der mich manchmal selbst überrascht.

 

3. Wie bist du  zu deinem Projekt gekommen?

Aus Liebeskummer! Das war 2008. Es war einfach nichts anderes im Haus um mich abzulenken.

4. Mit welchen Materialien arbeitest du?

Mit alten Magazinen, Sperrholzplatten, Kleber sowie Lacke auf Wasserbasis für das Firnis.

5. Woher beziehst du deine Materialien?

Die sollten geschenkt oder gefunden werden, dabei bin ich auf meine Freunde angewiesen! Es kam auch schon vor, dass Kleinigkeiten irgendwo entwendet werden mussten 😉

6. Was bedeutet für dich Nachhaltigkeit?

Bezogen auf das Projekt, sehe ich es eigentlich sehr romantisch, wenn es hart auf hart kommen würde, könnte man die Collagen verbrennen, um sich zu wärmen, weswegen es mir auch wichtig ist, dass ich keine ökologisch bedenklichen Zusatzmittel verwende.

Alte Zeitschriften oder Magazine auch deswegen, da nicht noch mal Geld dafür ausgeben wurde, um noch mehr Bäume zu roden.

Nachhaltigkeit bedeutet für mich nicht, dass ich der Nachwelt etwas hinterlassen muss!

7. Kannst du von deinem Projekt leben?

Nein, bisher erstelle ich meine Collagen eher zur Selbsttherapie und aus Spaß am recyceln und neu arrangierens aus schon Bestehendem.

Es ist nicht mein pimäres Ziel, könnte es aber durchaus noch werden 🙂

8. Wo findet man dich? (Internet, Messen, Laden, etc.)

Im Internet und auf Ausstellungen

 

9. Was wünscht du dir für die Zukunft?

Das GUTE, das WAHRE und das SCHÖNE.

10. Was wolltest du schon immer mal machen?

Aus Stroh Gold spinnen!!

Hier könnt ihr mehr von Yuti erfahren:

Plattenbau: plattenbauten.yuti.de

Licht+Projektion: www.yuti.de

Checkt auch mal das Projekt ‘US the Image’: www.ustheimage.de

oder auf Facebook: www.facebook.com/US-the-IMAGE-

Stefanie Verfasst von:

Hi, ich bin Stefanie und blogge auf Alt trifft Neu über Upcycling und Green Lifestyle, dem nachhaltigen Lebensstil. Ich freue mich, dich auf meine Reise mitzunehmen.

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